Grosser Schaden für Energie-Planung
Frau Nationalrätin Natalie Rickli hat vollkommen recht, wenn sie gegen das Verbandsbeschwerderecht die Stimme erhebt. Ein eklatantes Beispiel: «Pro Natura» offenbart in kaum vorstellbarerer Widersprüchlichkeit, wie dieses Beschwerde-Recht zum Schaden einer vorausschauenden schweizerischen Energieplanung bis zum «Gehtnichtmehr» missbraucht wird: Die Planung der Erhöhung der Grimsel-Staumauer.
Auf der einen Seite propagiert «Pro Natura» (ehemaliger Naturschutzverband), im Gefolge mit andern analogen Verbänden mit unüberhörbarer Stimme die Förderung der «sauberen», umweltverträglichen Energie. Wenn aber die Kraftwerke Oberhasli zwecks Mehrleistung umweltfreundlicher Elektrizitätsversorgung ihre Staumauer an der Grimsel um eine Anzahl Meter erhöhen wollen, dann ist der Schutz einiger Murmeli, die wegen der Erhöhung der Staumauer umziehen müssen, von grösserer Wichtigkeit als das sukzessive Freiwerden von der Nuklear-Energie. Und die Tragik: Die Berner Kantonsregierung schenkt offenbar diesen Verbänden mehr Gehör als den umsichtigen Energie-Planern.
Darum am 30. November 2008 ein unzweideutiges Ja zur Einschränkung des Verbands-Beschwerderechts.
Daniel Rohner, Moutier BE