Normale Multikulturalität in Biel

Wie öfters ging ich vor dem Einkaufen im Migros Neumarkt in Biel mit meiner Frau im Restaurant einen Kaffee trinken. Am Samstagmorgen sind dort auch viele ältere Leute. An der Kasse sagte die Kassierin, sie müsse die WCs kontrollieren. Dort wurde schon Brand gestiftet, Drogen konsumiert, selbst ein Selbstmord gab es schon. Nach wenigen Minuten kamen von dort zwei Afrikaner und schlenderten laut redend durch das Restaurant, um sich ungefragt neben ein älteres Paar zu setzen. Weil die Dame rasch ihre Handtasche zu sich nahm und somit ihr Misstrauen kundtat, traten die Afrikaner sofort eine laute Auseinandersetzung los. Das ältere Paar setzte sich rasch ab, der eine Afrikaner rief ihm nach: «Haut ab, ihr [Verunglimpfung]». Ich stand sofort auf und stellte mich zu den anderen Tischnachbarn der Afrikaner und sagte jenem schwer Goldbehangenen, dass er sich tatsächlich in der Schweiz befinde und sich hier als Gast anständig zu verhalten hätte. Der Mann wurde sofort ausfällig und beschimpfte mich aufs Gröbste, worauf ich nicht reagierte – wohlwissend, dass Ehrverletzung eines Schweizers nicht als Tatbestand gehandhabt wird, die eines Afrikaners hingegen rigoros. Ich verliess das Restaurant und beschwerte mich beim Filialleiter, der mir sagte, dass sich die Sicherheitslage dermassen verschlechtert habe, dass zwei Filialen in Biel ab 1.Juni permanent einen Wachmann auf ihre Kosten einsetzen werden. Damit könne sich das reguläre Personal wieder den Aufgaben des eigentlichen Geschäfts zuwenden. Um weiter unter einigermassen annehmbaren Bedingungen weitergeschäften zu können, zahlt die Migros, und wohl auch andere Geschäfte, nebst Steuern ein zweites Mal für die Sicherheit. Ein Skandal!

Adrian Dillier, Biel