IV strukturell sanieren

Die 5. IV-Revision greift. Sie ist eine realistische und praxisnahe Vorlage, die in enger Zusammenarbeit mit Behinderten-Organisationen ausgearbeitet wurde. Ziel ist es, das System strukturell zu verbessern, Missbrauch zu verhindern und durch Frühintervention Invalidität zu vermeiden.

Die Früherfassung sensibilisiert. Jedem Betroffenen, der längerfristig arbeitsunfähig ist, wird, seinem Gesundheitszustand angemessen, ermöglicht, weiterhin aktiv an der Arbeitswelt teilzunehmen oder sich wieder einzugliedern. Lohn statt Rente - eine Motivation, die gleiche Rechte und gleiche Pflichten für alle schafft. Wichtig zu wissen ist, dort wo dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, ist der Existenzbedarf für behinderte Menschen gesichert. Das ist Sozialpolitik, die am richtigen Ort greift, unterstützt und integrativ wirkt.

Fakt ist, dass sich in den letzten 15 Jahren die Anzahl IV-Bezüger verdoppelt hat. Missbräuche sind offensichtlich und zeigen Konsequenzen, dies zulasten wirklich Betroffener. Der Schuldenberg der IV über 9,3 Milliarden Franken belastet den AHV-Fonds massiv. Dieser Betrag wird jährlich um weitere 1,6 Milliarden Franken erhöht.

Die IV-Revision bringt eine massive Entlastung um ca. 500 Millionen Franken pro Jahr. Die Eingliederung in die Arbeitswelt ist Kernpunkt dieser Vorlage. Es gilt, den Missbrauch zu stoppen und wirklich behinderten Menschen zu helfen. Mit einem Ja wird strukturell saniert - ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Deshalb bitte ich Sie, diese Vorlage mit einem klarem Ja zu unterstützen.

Jacqueline Hofer, Dübendorf ZH