Narrenfreiheit für Juso-Linksausleger

Während sich rechtskonservative Politiker jeweils schnell der Populismus- oder gar der Nazikeule ausgesetzt sehen, gelten diese Kategorisierungs-Reflexe bei den Ultralinken scheinbar nicht. Die Jungsozialisten gebärden sich immer extremer – und kaum ein Medium schreit auf. Klar darf man diese Klamauktruppe nicht überschätzen. Erstaunlich ist diese Verharmlosung aber alleweil.

Freitags-Kommentar vom 6. Oktober 2017,
von Anian Liebrand «Schweizerzeit»

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Als die Alternative für Deutschland (AfD) im September – von den Wählern als drittstärkste Partei bestätigt – in den deutschen Bundestag einzog, nahm das mittlerweile seit Wochen andauernde mediale Kesseltreiben seinen Anfang. Die AfD-Abgeordneten seien «zu extrem» und gehörten politisch isoliert. Ähnliche Verunglimpfungen ist sich hierzulande die SVP seit Jahren gewohnt.

Extreme Positionen

Dagegen scheinen sich die Schweizer Jungsozialisten in ihren extremen Positionen Jahr für Jahr zu steigern, ohne dass Extremismus-Experten und Demokratiehüter Alarm schlagen. Klassenkampf und Marktfeindschaft unverfroren mit direkten Beschimpfungen und Verunglimpfungen zu verknüpfen – das ist in der Juso-Rhetorik mittlerweile Standard. Von Verehrung kommunistischer Massenmörder wie Che Guevara (die internationalistische Linke gedenkt dieser Tage seines 50. Todestags) ganz zu schweigen.

Mit ihrer neusten Volksinitiative wollen die Jusos Kapitalgewinne stärker besteuern – um ganze 150 Prozent. Zu diesem Zweck belagerten die Jungsozialisten kurzerhand das Grundstück von Magdalena Martullo-Blocher, Nationalrätin und erfolgreiche Unternehmerin, was in einem Polizeieinsatz mündete. Die Jusos schüren gegen sie, die als Chefin von Ems Chemie rund 3‘000 Menschen eine sichere Arbeitsstelle bietet, unverblümt Ressentiments. «Sie ist das Sinnbild des Superreichen. Sie badet wie Dagobert Duck im Geld, während andere ihre Miete oder Krankenkasse nicht bezahlen können», hetzte Juso-Präsidentin Funiciello in den Medien.

Gnädige Urteile

Es ist dieser unverhehlte, mit Neid gepaarte Hass gegen herausstechende Persönlichkeiten, die es durch viel Fleiss und Leistung zu Vermögen gebracht haben, der die DNA dieser gehätschelten Linksausleger der Sozialdemokratie ausmacht. Provokation um jeden Preis – immer noch einen drauf setzend, wohl wissend, dass die Medien meist gnädig urteilen und keine gesellschaftliche Ächtung resultiert.

Wie lange geht das noch so weiter?

Anian Liebrand

Bild-Quelle: juso.ch

10.10.2017 | 1172 Aufrufe