Verblödet, arrogant, gehirngewaschen

Sie blasen wieder zum Angriff, die Feministinnen unserer Zeit – und ja, sogar Feministen [sic!] sind mit dabei. Immer lauter, immer verzweifelter wird ihr Schein-Kampf auch in der Schweiz geführt – unbenommen der Tatsache, dass sie dabei in absurdeste Sphären abgleiten, sich in Nebenschauplätze verheddern und damit in höchstem Masse kontraproduktiv wirken. Zeit für eine Widerrede!

Freitags-Kommentar vom 17.03.2017,
von Anian Liebrand, Redaktion «Schweizerzeit»

>> BRISANT vom 17. März 2017 im PDF herunterladen <<

Am 8. März 2017 fand wiederum der «Internationale Weltfrauentag», auch bekannt als «Frauenkampftag» statt. Ausgehend vom Grundtenor, Frauen seien heute im Generellen noch immer benachteiligt, stehe dabei im Mittelpunkt, die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu diskutieren und mehr Rechte für die Frauen einzufordern. Sie haben das nicht mitbekommen? Dann waren Sie in den letzten Wochen wohl komplett medienabstinent.

Seltsamer Aktivismus

Jeglichem Faktencheck zum Trotz, fanden in den Medien vor allem wieder die Stimmen Gehör, die tatsächlich meinen, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sei in der Schweiz noch immer nicht erreicht. Der seltsamste Blüten treibende Aktivismus erfasste dabei sogar das Bundeshaus: Um für die Rechte der Frau zu demonstrieren, strickten linke Parlamentarier während Sitzungen medienwirksam sogenannte «Pussyhats» – pinkfarbene Wolle-Mützen, die bei Feministinnen als Symbol gegen Sexismus dienen.

Lassen Sie uns das rekapitulieren: Linke Frauen stricken im Jahr 2017 öffentlich pinke Mützen und benennen diese auch noch nach ihrem Geschlechtsteil («Pussy»). Was soll das bitteschön für eine Botschaft vermitteln? Noch einfältiger machen es die Jungsozialisten. Am «Frauenkampftag» hatten sie nichts Intelligenteres zu tun, als auf dem Berner Bundesplatz mit Penis-Sujets versehene Schokoladen zu verteilen. Die Aktion nannte sich: «Mehr Macht dank Schwanz». Die Begründung dazu: «Wie unser Leben verläuft, hängt massgeblich von unseren Sexualorganen ab.»

Effekthascherei

Um für den am 18. März in Zürich stattfindenden «Women’s march» (Frauenmarsch) zu werben, zogen einige weibliche Juso-Mitglieder blank und verbrannten symbolisch ihre BH’s. Der «Blick» hielt diese Fremdschäm-Szenerie fest und rührte einmal mehr die Werbetrommel für einen linken Werbegag. Sie wollten die Sexualisierung der Frau in der Gesellschaft kritisieren – indem sie halbnackt für eine Boulevard-Zeitung posieren. Sich nackt zu zeigen, sei schliesslich auch eine eigenständige Entscheidung einer Frau… Hätte es noch eines Beweises bedurft, in welch realitätsfernes Paralleluniversum sich ideologisch verblendete, linke Berufs-Aktivisten längst verabschiedet haben – die Argumentationskette für solch schwachsinnige Aktionen liefert ihn.

Mit sex-bezogenen Effekthascher-Aktionen gegen Sexismus demonstrieren und dann noch glaubwürdig sein wollen? Echt jetzt? Halten die Juso-Linksaussen die Bevölkerung etwa kollektiv für unzurechnungsfähig? Wer dachte, man könne im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts mit selbst ernannten «Frauenrechtlerinnen» sachlich und reif über Geschlechterrollen diskutieren – ohne dass sich der Mann ständig auf unterschwellige Weise in die Ecke des Täters gestellt sieht – wird bitter enttäuscht. Am bedauerlichsten dabei ist, dass die Diskussionshoheit über den Frauenrechts-Begriff – sowohl in den Medien wie auch den staatlichen Institutionen – weiter fest in linker Hand ist.

Gleichberechtigung: Keine Einbahnstrasse

Selbstverständlich ist es legitim, darüber zu diskutieren, ob Frauen in der heutigen Schweiz aufgrund ihres Geschlechts Nachteile – in Beruf oder Gesellschaft – erfahren. Es gibt in unserem Land hunderttausende Frauen, die sich mit Fleiss und Einsatz in Beruf und Familie ihren Erfolg hart erarbeitet haben und dazu sicher einiges zu sagen hätten. Eines dürfte sicher sein: Zum Glück gibt es so einige wertbewusste Frauen, welche den ideologisch verblendeten linken «Kampf-Emanzen» mal schön den Marsch blasen würden!

Im Übrigen: Gleichberechtigung ist keine Einbahnstrasse. Dieselben Kreise, die sich darüber beklagen, dass Frauen angeblich in der Berufswelt etwas weniger verdienen als Männer, wehren sich nun vehement gegen die beschlossene Angleichung des Frauen-Rentenalters auf 65 Jahre.

Anian Liebrand

 

Bild: Pixabay.com (freie Bildlizenz) / «Schweizerzeit»

18.03.2017 | 1761 Aufrufe