Neben Graf Stauffenberg und Georg Elser gab es bekanntlich viele weitere Verschwörer, die Hitler umbringen wollten, darunter höchste Militärführer der Wehrmacht. Alle scheiterten. Deshalb sprach Hitler von der «Vorsehung», die ihn geschützt habe (zu «Georg Elser nicht vergessen», «Schweizerzeit» Nr. 16).

Schon 1938 versuchte der Neuen
burger Theologiestudent Maurice Bavaud, Hitler in Berchtesgaden und dann an Hitlers Vorbeimarsch vom
 9. November 1938 in München mit einer Pistole zu erschiessen. Er hatte sich als begeisterter Nazi ausgegeben, um in die Nähe von Hitler zu gelangen. In Berchtesgaden gelang dies nicht. Dagegen wurde er zum Vorbeimarsch Hitlers in München zum Gedenken an dessen Putschversuch auf die Ehrentribüne eingeladen. Aber die Leute um ihn herum mit ihren zum Hitlergruss erhobenen Armen machten das Zielen unmöglich. Dazu marschierten Hitler und seine Anhänger auf der anderen Strassenseite, und Hitler selber war von anderen Parteimitgliedern umringt. Auch dieser Versuch scheiterte. Bavaud fuhr nach Hause. Auf der Autobahn kam er in eine normale Verkehrskontrolle, dabei wurde seine Pistole entdeckt. In den Folterverhören gestand er seinen Plan. Er kam in Berlin ins Gefängnis, wurde vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 19. Mai 1941 hingerichtet.

Gotthard Frick, Bottmingen

13.09.2018 | 2677 Aufrufe