Wertezerfall durch Gender-Wahn
Schützt unsere Kinder!

 Von Sylvia Flückiger, Nationalrätin, Schöftland AG

Familie heisst Glück, Geborgenheit, Verständnis, Sicherheit, Kraft, Wärme und Liebe. In ihr gedeihen unsere Kinder, werden stark und selbstbewusst, werden geprägt für das ganze Leben.

Was sie in ihrer Familie erfahren und erleben durften, prägt die zukünftigen Erwachsenen, und diese Wärme und Geborgenheit werden sie eines Tages ihren Kindern wieder weitergeben. Leider wird immer mehr von verschiedenen Seiten unbegreiflicherweise gegen die Familien gearbeitet, der Familienbegriff wird neu definiert, Wandel, Wertevorstellungen, ja die Gesellschaft bestimmt, was und in welcher Form die Zukunft zu bringen hat. Wertezerfall und Gender-Wahn machen sich breit. Der Staat versucht sich immer mehr einzumischen, allen voran das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das überhaupt keine Entscheidungsbefugnis hat zum Lehrplan 21.

Intimsphäre verletzt
Unsere Kinder sollen mit staatlich aufgezwungenem Sexualunterricht – dies bereits ab Kindergartenalter – und ohne Zustimmung der Eltern mit Projekten und Theaterspielen «aufgeklärt» werden. Und dies in einer Art und Weise, welche höchst fragwürdig ist und die Intimsphäre zutiefst verletzt. Dagegen müssen wir uns mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Schützen wir unsere Kinder und unsere Familien!

Seit einem Jahr sickert langsam durch, dass auf Initiative des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ein neues Schulfach «Sexualpädagogik» eingeführt werden soll – schweizweit obligatorisch. Dass es dabei mitnichten um blosse Sexualaufklärung geht, wie sie längst fakultativ erteilt wird, kann den Grundlagenpapieren entnommen werden, welche die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Luzern (PHZ) im Auftrag des BAG erstellt hat. Sie zeigen unverhüllt auf, worum es diesen «Pädagogen» geht:

«Eine bedeutende Aufgabe der Schule besteht darin, allen Kindern und Jugendlichen hinsichtlich Sexualität, Geschlechterrollen und Geschlechterbeziehungen den sozialen Wandel zu erläutern und so einen Zusammenhang zum Werte- und Normengefüge unserer Gesellschaft zu ermöglichen.»

Im Klartext: Da wollen einige Bürokraten unsere Gesellschaft in Richtung der überholten 68er-Ideologie umerziehen, über die Köpfe der Eltern, des Volk und der Parlamente hinweg. Dabei wird grobes Geschütz aufgefahren.

Eltern übergangen
Kinder ab dem fünften Altersjahr werden zu vulgärem Sexualverhalten aufgefordert (Entdecken der Sexualorgane als Quelle neuer Lustgefühle, erotisches Interesse an den Eltern, Masturbieren etc.), die Mädchen werden «aufgeklärt», abtreiben zu dürfen, ohne die Eltern fragen zu müssen. Überhaupt soll der elterliche Einfluss entscheidend zurückgebunden werden, zugunsten vermehrter «Kompetenzen» von Lehrern und privaten «Experten».

Die erwachende Opposition gegen solch kinderausnutzenden Unfug bewog die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) kürzlich abzuwinken; das sei nicht vorgesehen. Die Frage, warum bereits weit über eine Million Steuerfranken an die aufgeblähte Arbeitsgruppe der PHZ Luzern geflossen sind, blieb unbeantwortet.

Aufruf an die Eltern
Ich möchte alle Eltern und Erziehungsberechtigten dazu aufrufen, sich zu wehren, bevor es zu spät ist. Verlangen Sie Einsicht in den vorgesehenen Stoff und bestehen Sie allenfalls darauf, Ihre Kinder von solcher «Sexualerziehung» dispensieren zu lassen! Helfen Sie mit im Interesse unserer Jugend und der Zukunft unseres Landes, indem Sie die laufende Petition «gegen die Sexualisierung der Volksschule» unterzeichnen.

Mehr dazu finden Sie unter www.volksschul-sexualisierung-nein.ch

Sylvia Flückiger, Nationalrätin, Schöftland (AG)

10.09.2011 | 1491 Aufrufe