Spalte rechts

Der aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 22. Dezember 2006

Aus Gefälligkeit gegenüber Muslimen:
Jesus verbannen?

Adventskränze, Weihnachtslieder, der Nikolaus hätten aus schweizerischen Schulen zu verschwinden. Meint der höchste Bildungsfunktionär des Landes. Weil christliches Brauchtum die Muslime im Land vor den Kopf stossen könnte. Behauptet dieser Sklave des Multikulti-Dogmas.

Dass solcher Kotau vor aggressiven Islamisten zahllose Eltern in helle Empörung versetzt, war zu erwarten. Weniger zu erwarten war, dass von Seiten ganz besonders Angesprochener, von Seiten der Kirchen nämlich, kaum Reaktionen zu vernehmen waren. Die Kirchenfunktionäre, die sich eben noch mit Verve gegen die Bekämpfung des Asylmissbrauchs, gegen jede Verschärfung des Ausländerrechts, selbstverständlich auch für die Ostmilliarden ins Zeug gelegt haben, diese Kirchenfunktionäre schweigen, wenn christliche Symbole ausgemerzt werden sollen. Um so schärfer bekämpfen sie jene, die vor der Muslimisierung des Landes warnen. Solche Warnungen seien Gift für das friedliche Zusammenleben, gifteln sie. Ihre regelmässigen Treffen mit Muslim-Vertretern, meist im Rahmen ausgedehnter, angeblich Entspannung fördernder Mittagessen, seien doch immer so harmonisch, richtig schön. So schwärmte uns kürzlich ein beamteter Kirchenrats-Schreiber vor, jene gleichzeitig schärfstens geisselnd, welche die so angenehme Harmonie stören - zum Beispiel mit klar formulierten Inseraten.

Nein, auf so etwas wie geistige Auseinandersetzung, auf so etwas wie Widerstand gegen islamische Lehren, die unverzichtbare abendländische Grund- und Freiheitsrechte frontal attackieren, auf Zurückweisung religiös-politischer Machtansprüche muslimischer Herkunft - auf solches wartet man von Seiten unserer Kirchenfunktionäre vergeblich.

Die Verbannung christlicher Werte aus dem Schulunterricht scheint unsere Kirchenvertreter so wenig zu bewegen, wie sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn die Linke neuerdings freiem Kiffen, freiem Spritzen und anderer Selbstzerstörung des Menschen das Wort redet. Als wäre der Mensch nicht auch Teil der Schöpfung. Der Staat, staatliche Funktionäre übernähmen die Folgen - via Krankenkassen, mit Erziehungs-Funktionären, wenn "Eltern" lieber saufen, kiffen, spritzen, statt ihre Kinder als verantwortliche Vorbilder zu erziehen. Als sähe man nicht, was von Eltern verantwortungslos der Strasse überlassene Jugendliche anzurichten imstande sind - zum Beispiel in Seebach.

Einst vertraten die Kirchen echte, verpflichtende Werte und forderten diese auch ein. Heute pflegen allzu viele Kirchfunktionäre nur noch linke Freundschaften - oder Kumpanei. Bis hin zur Verbannung Christi.

Ulrich Schlüer

**Weitere Kommentare**