Nr. 27, 17. Oktober 2003
Damit die Wende kommt
Mobilmachung für unsere Schweiz
Von Nationalrat Ueli Maurer, Wernetshausen ZH
Wie nie zuvor in der Geschichte
der Schweiz dominiert heute ein unkritischer Meinungs-Einheitsbrei von Regierung,
Mehrheitsparteien und praktisch allen Medien. Wer sich getraut, eine andere
Meinung zu vertreten, wird an den Rand des politischen Spektrums gedrängt,
als extrem, als fundamentalistisch verschrien, als Hinterwäldler hingestellt,
als Populist verhöhnt und fertiggemacht. Nach zwölf Jahren Misswirtschaft
und Laisser-faire-Politik hat die Schweiz viel von ihrer Unabhängigkeit,
Freiheit und von ihrem Wohlstand eingebüsst.
Der von der älteren Generation mit Fleiss und Bescheidenheit erarbeitete
Wohlstand konnte nicht weiter ausgebaut werden. Im Gegenteil: Die Schweiz
verliert zusehends; sie droht noch weiter abzufallen, sie verliert ihre Spitzenposition.
CVP, FDP und SP haben unser Land in die Mittelmässigkeit geführt.
Die aussenpolitischen Entscheide von Bundesrat und Classe politique zeugen
von Anpassertum und mangelndem Selbstvertrauen. CVP, FDP und SP haben beschlossen,
der EU beizutreten. Sie haben diese Beschlüsse nie korrigiert. Die internationalen
Auftritte unserer Landesregierung sind von Unterwürfigkeit und Duckmäuserei
geprägt; sie haben unserem Land weder Respekt noch Ansehen eingebracht.
Man denke nur an die bilateralen Verhandlungen I, ans Flugverkehrsabkommen
mit Deutschland, an die sieben Milliarden Franken Nationalbankgold, welche
der Bundesrat zu zahlen bereit gewesen wäre.
Statt zu sparen, werden ständig neue Steuern, Gebühren und Abgaben
beschlossen, welche den ständigen Ausbau des staatlichen Aufgabenkataloges
und das damit explodierende Ausgabenwachstum allerdings in keiner Weise auszugleichen
vermochten. Gleichzeitig hat die Linke mit CVP und FDP im Schlepptau im Verlauf
des letzten Jahrzehnts mit Auflagen, Vorschriften und Hindernissen Sabotage
am Werkplatz Schweiz betrieben und unsere einst liberale Wirtschaftspolitik
versozialisiert. Damit wurden nicht nur Arbeitsplätze vernichtet, damit
wurde mittel- und langfristig auch die soziale Sicherheit gefährdet.
Unsere Sozialwerke sind nicht mehr gesichert, unter Federführung der
Linken steht die Sozialpolitik heute am Abgrund.
CVP, FDP und SP haben, zusammen mit dem Bundesrat, nicht einmal mehr Respekt
vor der direkten Demokratie. Die fragwürdigen Einbürgerungs-Entscheide
der Bundesrichter diesen Sommer wurden von den anderen Parteien mit Applaus
begrüsst. In der Vereinigten Bundesversammlung wurde am 1. Oktober zur
Wahl der Bundesrichter kurzerhand das Reglement ausser Kraft gesetzt, damit
ein klar ungerechtfertigter Anspruch der FDP gegen die SVP durchgesetzt werden
konnte. Wir haben es wahrlich weit gebracht, wenn die Mehrheit wie in einer
Diktatur Wahlreglemente ausser Kraft setzt, damit eigene Pöstchen behalten
werden können.
Die SVP hat bewiesen, dass sie die einzige Partei ist, die die Probleme am
Schopfe packt und Lösungen präsentiert. Nur die SVP hat die Kraft
und die Ausdauer, die in der Vergangenheit gemachten Fehler zu korrigieren.
"Schweizer Qualität" muss wieder Einzug halten in die Schweizer
Politik!
Ueli Maurer, Nationalrat
(Auszüge aus der
Grussadresse zum "Parteitag der Jungen" am 4. Oktober 2003 in Kloten.)