Nr. 27, 30. Oktober 2002

Der Ruf aus der Bevölkerung wird unüberhörbar
«Handelt endlich!»

Von Lub. T. Winnik, Zürich

Buchstäblich jeden Tag präsentieren uns Tageszeitungen Meldungen wie die folgenden:

Wie lange noch?
Der alarmierte, teilweise verängstigte Bürger fragt sich: Gibt es in der Schweiz eigentlich keine Polizei? Gibt es keinen Grenzschutz mehr? Haben wir keine Justiz, die verhaftete Verbrecher hinter Gitter bringt? Es besteht kein Zweifel: Die Instrumente, mit welchen endlich gegen die zunehmende Kriminalität vorgegangen werden müsste, existieren in unserem Land durchaus. Die Polizeikräfte der Kantone wären durchaus aufgabengerecht ausgebildet und ausreichend ausgerüstet. Sie wären in der Lage, der Kriminalität, auch jener von Asylmissbrauchern und illegalen Einwanderern angemessen zu begegnen. Wenn ein unendlich scheinender Rechtsmittelapparat, dirigiert von Hilfswerken und deren Anwälten, Wegweisungsentscheide gegenüber kriminellen Illegalen und anderen Ausländern aber während Monaten, manchmal Jahren verzögern kann, dann erlahmt der Diensteifer eines jeden Polizisten.

Ohne Zweifel besitzt die Schweiz ein tüchtiges ­ wenn auch seit Jahren mannschaftsmässig stark unterdotiertes ­ Grenzwachtkorps, das durchaus in der Lage wäre, die Grenze vor kriminellen Eindringlingen weit besser als heute zu schützen ­ wenn nur die Verantwortlichen auf eidgenössischer Ebene (im Klartext: der Bundesrat als Gesamtkollegium) endlich den Willen aufbrächten, das Grenzwachtkorps aufgabengerecht auszurüsten, zu dotieren und einzusetzen. ,Es ist der politische Wille, es sind nicht die Mittel und die Instrumente, die in Bern fehlen. Der Bundesrat könnte durchaus gezielter, energischer, effizienter eingreifen, wenn er nur wollte.

Endzeit
Der Zeitgenosse glaubt sich zunehmend in jene Zeit zurückversetzt, da das römische Weltreich von innen her seine Zersetzung erlebte. Damals wie heute scheinen Staat und Gesellschaft alles erreicht zu haben: Wohlstand und äusserer Glanz erreichen Ausmasse, wie sie die Menschheit zuvor nie genossen hat. Der Staat leistet sich zunehmend den Luxus, Wort- und andere Gefechte nur noch zu Randproblemen ­ etwa zur Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften­ auszufechten. Und Millionen zu verschwenden an sogenannte Kulturschaffende, die damit das eigene Land am Tag der Bundesfeier in einer vom Staat bezahlten Landesausstellung als «Affentheater» diffamieren. Nur für die Gewährleistung der elementaren Sicherheit von Land und Volk vermag der Staat nicht mehr aufzukommen. So dass der Rechtsstaat immer dramatischer erodiert.

Gelingt es interessierten politischen Kräften gar noch, sich via Staat in den Rang von «moralischen Instanzen» zu erheben und der Öffentlichkeit aus dieser Warte ideologisch motivierte Regeln aufzuzwingen, die dem demokratischen Volksentscheid zunehmend entzogen werden ­ so wenn z.B. eine staatliche Antirassismus-Instanz den Bürgern zu verbieten versucht, die Asyl-Kriminalität überhaupt noch als Asyl-Kriminalität zu benennen ­, dann sind die Voraussetzungen geschaffen, dass Kriminelle mit unserem Staat Katz und Maus spielen können ­ indem sie, selbst skrupellos kriminell, den Staat mit Hilfe spezialisierter, zumeist erst noch von staatlichen Fürsorgegeldern bezahlter Anwälte unter extensiver Ausnutzung aller in diesem Staat geschaffenen Rechtsmittel regelrecht lahmlegen.

Jedermann im Staat, vom Mann auf der Strasse bis zum Parlamentarier, erfährt heute die daraus resultierende, lähmende Ohnmacht. Und man erkennt die Gefahr für Recht und Sicherheit, die von dieser Ohnmacht ausgeht. Frau Bundesrätin Ruth Metzler ­ verantwortlich für das Funktionieren der Justiz in der Schweizerischen Eidgenossenschaft ­ regt derweil die Einrichtung eines «Migrationsdialogs» an...