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Der
aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 25.
November 2005
Zahl der "psychiatrisch Ausgemusterten"
steigt
Untauglich
Rund vierzig
Prozent der jungen Schweizer werden als zur Leistung von Militärdienst
untauglich erklärt. Auffällig: Immer mehr Ausmusterungen erfolgen
aus "psychiatrischen Gründen". Und unter den aus psychiatrischen
Erwägungen Ausgemusterten nimmt von Jahr zu Jahr die Zahl jener zu, die
wegen Sprachproblemen untauglich sind.
Wegen Sprachproblemen? Erkundigt man sich genauer, erfährt man folgendes: Bei den "Jungschweizern mit Sprachproblemen" handelt es sich fast ausschliesslich um mehr oder weniger frisch eingebürgerte Ausländer. Um Neu-Eingebürgerte also, bei deren Aufnahme ins Bürgerrecht geflissentlich "übersehen" wurde, dass sie keine unserer Landessprache richtig verstehen, geschweige denn reden und schreiben können.
Das ist fürs Militär untragbar. Denn solche Leute verstehen zum Beispiel die Instruktion an teurem Gerät nicht. Kostspielige Schäden sind die Folge, im Armee-Jargon "Verschleuderung von Armee-Material". Und erst recht verantwortungslos wäre es, Leute, die Befehle regelmässig missverstehen, mit Waffen hantieren zu lassen.
Wohlgemerkt: Die wenigsten dieser Neu-Eingebürgerten wollen sich vom Militärdienst drücken. Im Gegenteil! Meist sind sie geradezu darauf versessen, als Soldaten eine persönliche Waffe zu erhalten. Deshalb brauchen sie psychologische Betreuung, wenn man ihnen die Waffe verweigert. Gerade dieser Zusammenhang lässt die militärischen Vorgesetzten - völlig zu Recht - vorsichtig, zurückhaltend reagieren: Verzicht auf militärische Einteilung löst das Problem am effizientesten.
Der Öffentlichkeit aber zeigt sich, wie unendlich liederlich in der Schweiz eingebürgert wird, seit die Stimmbürger vom Einbürgerungsentscheid mehr und mehr ausgeschlossen werden. Seit Funktionäre "viel gerechter" - wie stereotyp behauptet wird - am Laufmeter einbürgern. Auch Leute, die zwar schiessen wollen, aber keine schweizerische Landessprache verstehen. So dass sie als akutes Sicherheitsrisiko vom Militärdienst ausgeschlossen werden müssen. Obwohl sie - auf dem Papier wenigstens - Schweizer sind.
Letzte Frage: Wie gross
ist denn der Anteil von derart frisch eingebürgerten Neu-Schweizern an
einem Rekrutenjahrgang? Halten Sie den Atem an: Gegen dreissig Prozent! Wohlgemerkt:
Nicht alle dieser Neu-Eingebürgerten müssen aus sprachlichen Gründen
psychiatrisch ausgemustert werden. Aber viel zu viele - und immer mehr. Offensichtliches
Resultat der "Schnellbleich-Einbürgerungsverfahren", die sich
vor allem dort ausbreiten, wo dem Stimmbürger der Einbürgerungsentscheid
weggenommen worden ist.
Ulrich Schlüer