Nr. 24, 20. Oktober 2000
Wie wurde gestimmt?
33% Taggelderhöhung
Dass sich der Nationalrat ein knappes Jahr nach den Wahlen die Taggelder um einen vollen Drittel erhöht hat, hat in der Bevölkerung - zu Recht - grossen Unwillen ausgelöst. Deshalb mag aufschlussreich sein, wie im einzelnen in der Gesamtabstimmung zu den Spesenent- schädigungen gestimmt worden ist. Die SP stimmte geschlossen für die Erhöhung der Spesenentschädigung.
Die CVP stimmte geschlossen für die Erhöhung der Spesenentschädigung. Von der FDP stimmte allein Gewerbedirektor Pierre Triponez (BE) gegen die Erhöhung. Hans Rudolf Gysin (BL) und Luzi Stamm (AG) enthielten sich der Stimme. Von der SVP stimmten 24 Ratsmitglieder gegen die Erhöhung, nämlich: Caspar Baader (BL), Alexander Baumann (TG), Elmar Bigger (SG), Roland Borer (SO), Toni Bortoluzzi (ZH), Toni Brunner (SG), Jean Henri Dunant (BS), Peter Föhn (SZ), Walter Frey (ZH), Walter Glur (AG), Rudolf Joder (BE), Hans Kaufmann (ZH), Robert Keller (ZH), Otto Laubacher (LU), Ueli Maurer (ZH), Christoph Mörgeli (ZH), Fritz Oehrli (BE), Simon Schenk (BE), Marcel Scherer (ZG), Ulrich Schlüer (ZH), Christian Speck (AG), Hansjörg Wandfluh (BE), Hermann Weyeneth (BE), Bruno Zuppiger (ZH).
Vier SVP-Mitglieder stimmten dafür: Brigitta Gadient (GR), Ursula Haller (BE), Hansjörg Hassler (GR), Ulrich Siegrist (AG).
Stimmenthaltung übten in der SVP: Max Binder (ZH), André Bugnon (VD), Jakob Freund (AR), Theo Pfister (SG), Hansjörg Walter (TG).
Die namentlich nicht genannten SVP-Fraktionsmitglieder waren entschuldigt abwesend. Hanspeter Seiler (BE) stimmt als Nationalratspräsident nicht. Die Entschädigungserhöhung abgelehnt haben weiter: Bernhard Hess (SD/BE), Flavio Maspoli (Lega/TI) sowie die beiden PdA-Vertreter Jean Spiel- mann (GE) und Josef Zisyadis (VD).
Das Abstimmungsresultat lautete insgesamt wie folgt: 123 Ja gegen 29 Nein bei 7 Enthaltungen und 40 entschuldigten Abwesenheiten.