Nr. 23, 20. September 2002
Geschäft für
Entwicklungsländer
Die Konflikt-Funktionäre der Uno
Zur Zeit unterhält die Uno insgesamt fünfzehn Friedensmissionen in der ganzen Welt. In diesen Frie- densmissionen sind insgesamt 45'000 uniformierte Soldaten und Polizisten sowie 3'800 Zivil-Funktionäre aus 87 Ländern im Einsatz. Am meisten Personal für diese fünfzehn UN-Friedensmissionen stellen die Entwicklungsländer Bangladesh, Pakistan, Nigeria, Indien und Ghana mit je über 3'000 Soldaten, Poli- zisten und Beobachtern. Die Einkünfte aus Uno-Missionen stellen in diesen Ländern einen zunehmend wichtigen Bestandteil des Landesbudgets dar. Die USA stellen der Uno 712 Personen, Deutschland 565, Österreich 442. Die Schweiz figuriert in der Personalliste der Uno mit 38 Personen (die KFOR- Mission im Kosovo findet im Rahmen der Nato, nicht der Uno statt).
Die fünfzehn Uno-Friedensmissionen in Nahost, in Indien/Pakistan, auf Zypern, auf dem Golan, im Libanon, in Irak/Kuweit, in der Westsahara, in Georgien, in Bosnien/Herzegowina, in Preklava, im Kosovo, in Sierra Leone, im Kongo, in Äthiopien/Eritrea und in Osttimor kosteten im Zeitraum Juli 2001 bis Juni 2002 rund 2645 Millionen Dollar.
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