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Der aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 7. Oktober 2005

Blochers neues Asylgesetz steht
Durchbruch

Endlich wird Asylmissbrauch in der Schweiz nicht mehr belohnt. Endlich erleidet, wer sich mit arglistigen Täuschungsmanövern (unwahren Angaben, Verstecken oder Vernichten von Reisepässen) einen illegalen Aufenthalt in der Schweiz zu ergattern verstand, echte, schmerzhafte Nachteile: Er wird vom Asylverfahren grundsätzlich ausgeschlossen. Bei renitentem Verhalten droht Inhaftierung.
Endlich ist - direkte Folge der neuen, restriktiven Politik gegen den Asylmissbrauch - die Schweiz kein interessanter Boden mehr für Schlepper, die aus dem Asylmissbrauch Millionen ziehen. Endlich ist die schamlose Ausbeutung von Fürsorge-Kassen durch illegale Einwanderer, die sich bisher durch tausenderlei Listen und Kniffe einer raschen Ausweisung entziehen konnten, unterbunden.
Eine Weichenstellung, ein Durchbruch zu einer neuen Politik wird damit in der Schweiz Tatsache. Eine direkte Folge des Wechsels an der Spitze des Justiz- und Polizeidepartements. Christoph Blocher hat durchgesetzt, was Ruth Metzler jahrelang als "undurchführbar" erklärt hat.

Trotzdem: Das neue Asylgesetz ist noch nicht unter Dach und Fach. Jene, die bis heute aus den monatelangen, ja jahrelangen Verschleppungen von Asylverfahren massiven materiellen Gewinn abgeschöpft haben, drohen das Referendum an. Längst hat sich um die notorische Verschleppung Tausender von Asylverfahren eine weitverzweigte, immer weiter auswuchernde Verwaltungsbürokratie herausgebildet - getragen von Asylberatern, Rekursspezialisten, weiteren Asylantenanwälten, Betreuern, Befragern und was der Kostenträger in sog. Hilfswerken mehr sind. Alle bedienten sich massiv an Steuergeldern, mit denen dieser kaum mehr überblickbare Apparat der Missbrauchs-Administration finanziert und Zug um Zug ausgebaut wurde. All die Profiteure des Asylmissbrauchs sehen als Folge der energischen Massnahmen Blochers gegen den Asylmissbrauch jetzt ihre Felle davonschwimmen. Sie sind es, die den anstehenden Referendumskampf finanzieren - ihre wahren Interessen hinter "humanitären Anliegen" geschickt tarnend.

Dem Stimmbürger aber winkt die Chance, der für viele lukrativen Ausbeutung des Asylmissbrauchs auf Kosten des Steuerzahlers endlich einen Riegel zu schieben. Nutzen wir die Chance!



Ulrich Schlüer

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