Nr. 22, 21. September 2001

Zunahme der Wohnbevölkerung in der Schweiz
Anhaltender Zustrom von Ausländern

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz hat auch im Jahre 2000 deutlich zugenommen. Die Gründe dafür sind die Zuwanderung und der Geburtenüberschuss der ausländischen Bevölkerung.

7'204'100 Einwohner verzeichnete die Schweiz zum Jahresende 2000. Um 39'600 Personen hat die Bevölkerung innert Jahresfrist zugenommen, das entspricht der Einwohnerzahl des Kantons Glarus.

Zu den Fehlmeldungen der vergangenen Wochen gehörten die Zeitungsberichte über die Entwicklung der Schweizer Wohnbevölkerung. Zwar informierten die Medien über die neueste Veröffentlichung des Bundesamtes für Statistik. Den Lesern in den meisten Fällen vorenthalten wurden jedoch die Informa- tionen darüber, wie sich der Bevölkerungszuwachs zusammensetzt und welches die Gründe dafür sind.

Die beiden Hauptursachen für die deutliche Zunahme der Wohnbevölkerung in der Schweiz sind der Einwanderungsüberschuss und der Geburtenüberschuss. Während im Jahre 2000 rund 4'700 Schweizer mehr unser Land verliessen als wieder in die Heimat zurückkehrten (Auswanderungsüberschuss), betrug der Wanderungssaldo bei der ausländischen Wohnbevölkerung 24'900 Personen. Er ist primär auf den Familiennachzug zurückzuführen.

Ebenso kaum in einer Zeitung zu lesen war die Information, dass im vergangenen Jahr über 1'300 Schweizer mehr verstorben als geboren sind. Bei den Ausländern dagegen war ein Geburtenüberschuss von 17 235 Personen zu verzeichnen. Mit anderen Worten: Die Zunahme der ständigen Wohnbevölke- rung der Schweiz um gut 39'600 Personen ist fast ausschliesslich auf den Anstieg der Ausländer-Zahlen zurückzuführen. Nicht in dieser Statistik berücksichtigt sind die Asylbewerber (Ende 2000: 72'000).

Interessant ist sodann die Tatsache, dass die Bevölkerung schweizerischer Nationalität trotz Sterbe- überschuss und Auswanderungsüberschuss leicht zugenommen hat. Grund dafür sind die rund 28'700 im Jahre 2000 erfolgten Einbürgerungen ­ mehr als je zuvor.

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