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Der aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 10. September 2004

Denkverbote zur Einbürgerungsentscheidung?
Stosstrupp gegen die Demokratie

Die Fakten sind glasklar: Noch im Jahr 2000 - also vor nur gerade dreieinhalb Jahren - stammten rund 21 Prozent aller in der Schweiz Neueingebürgerten aus dem ehemaligen Jugoslawien. Zwei Jahre später, also 2002, betrug der Anteil ehemaliger Jugoslawen bereits 32 Prozent, also 50 Prozent mehr innert nur gerade zwei Jahren. Rund zwölftausend Neubürger - fast alle Doppelbürger - stammten 2002 aus Ex-Jugoslawien. In der ersten Jahreshälfte 2003 stieg der Anteil von Neubürgern aus dem ehemaligen Jugoslawien noch einmal sprunghaft an - auf jetzt 39 Prozent! Derzeit werden in der Schweiz täglich 36 Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien eingebürgert. Nicht alle dieser Neuschweizer Doppelbürger sind Muslime, aber die meisten. Und zumindest in den Agglomerationen liegen an zweiter Stelle der Eingebürgerten meistens Menschen türkischer Herkunft - allesamt Muslime, und auch sie fast allesamt Doppelbürger.

Das sind belegte Fakten. Fakten, die allerdings in den Abstimmungsinformationen für die Einbürgerungsvorlagen vom 26. September fehlen. Dafür publizieren jetzt Private diese Fakten, Zeugnisse einer rasch voranschreitenden Muslimisierung. Und schon meldet sich Professor Kreis,
Präsident der (vom Bundesrat eingesetzten) Antirassismus-Kommission; in schrillen Worten fordert er die Strafverfolgung derjenigen, die diese einwandfrei belegten Fakten über die Muslimisierung der Schweiz in Inseraten präsentieren.

Es soll also verboten werden, offizielle, von Bundesstellen erhobene Zahlen den Stimmbürgern zu präsentieren. Es sei, meint der Demokratie-Verbieter aus Basel, per Gericht zu unterbinden, dass dem Bürger die volle Wahrheit in Zusammenhang mit forcierter Einbürgerung präsentiert wird. Hält sich der
Bundesrat mit dieser seltsamen Kommission eigentlich ein Grüppchen DDR-Epigonen?

Wer per Gericht tatsachengerechte Information vom Bürger fernhalten will, der will den Bürger gezielt demokratie-unfähig machen. Der greift frontal die Demokratie an. Müssen wir von diesem Stosstrupp gegen die Demokratie namens Antirassismus-Kommission demnächst noch die Forderung erwarten, es seien endlich alle angestammten Schweizer auszubürgern?


Ulrich Schlüer


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