Nr. 19, 17. August 2001

Der Euro kommt
Ersparnisse sichern!

Die Einführung des Euro dürfte ­ trotz Schwindsucht der Einheitswährung und trotz wachsen- dem Widerstand in den EU-Ländern ­ nicht mehr aufgehalten werden können.

Der Widerstand gegen den Euro wächst vor allem in Deutschland. Er erklärt sich offenbar nicht zuletzt aus der sich in der deutschen Bevölkerung zunehmend durchsetzenden Erkenntnis, dass Deutschlands staatliche Rentenvorsorge sichtlich aus dem Gleichgewicht gerät, womit die Erwartung auf einen dereinst gesicherten Lebensabend zunehmend erodiert. In mittelständischen, noch immer dem Prinzip der Selbstverantwortung verpflichteten Kreisen ist als Reaktion auf diese Erkenntnis eine vermehrte Spartätigkeit zu beobachten: Erwartete Lücken im staatlichen Rententopf sollen offensichtlich durch persönliche, vermögensvermehrend angelegte Ersparnisse kompensiert werden. Weil der Euro, seit er auf dem Papier eingeführt ist, eine ständige, insgesamt beträchtliche Entwertung erfährt, wächst das Bedürfnis, die persönlichen, ehrlich verdienten Ersparnisse in Ländern mit solideren Währungen anzu- legen ­ in England, in den USA, in der Schweiz.

Eine Entwicklung, welche die von solcher Währungsflucht am stärksten betroffenen Länder Deutschland und Frankreich zu scharfen Angriffen ihrer Regierungen besonders auf die Schweiz und ihr Bankkunden- geheimnis veranlasst. Damit will die EU erreichen, das von ihr angestrebte vollumfängliche Einsichts- recht des Staates in sämtliche privaten Vermögensanlagen auch der Schweiz aufzubürden, womit deren ­ in der EU verhasstes ­ Bankkundengeheimnis fallen würde.

Mit solchen Bestrebungen will die EU freie Bürger künf-tig daran hindern, ehrlich Erworbenes und Erspartes ohne Staatsaufsicht nach individuellen Präferenzen anzulegen. Nicht nur das Bankkunden- geheimnis, auch ein bisher selbstverständliches Freiheitsrecht des unbescholtenen Bürgers soll also dem unstillbaren Geldhunger der EU-Staaten geopfert werden.

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