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Fragwürdige
Aktivitäten der rot-grünen Berner Stadtregierung
Geschlechtshomogene Räume
Die Berner Stadtfinanzen
sind desolat, nichtsdestotrotz verlangt die Ratslinke, dass
die Stadt Bern künftig auch noch einen Mädchentreff mit rund
135000 Franken jährlich
subventioniert. Was ist das Konzept dieses Treffs?
Ich zitiere aus dem
Werbeprospekt: «Geschlechtshomogene Räume: Frei- und Schutzräume
müssen geschaffen und erhalten werden. Ganzheitlichkeit: Feministische
Mädchenarbeit geht
von der Komplexität und den Widersprüchlichkeiten des weiblichen
Lebenszusammenhanges
aus und ist von einem ganzheitlichen Menschenbild geprägt. Feministische
Mädchenarbeit
unterstützt Mädchen und junge Frauen, ihre Ressourcen zu erkennen
und zu entfalten. Im ge-
schützten Rahmen mädchenspezifischer Freizeiteinrichtungen erschaffen
sie sich zudem neue
Ressourcen und Kompetenzen ungestört von männlicher Bewertung.»
Ist zwar sprachlich
äusserst unverständlich, tönt zugegebenermassen aber sehr
intellektuell.
Wer glaubt, diese Formulierung würde einer Beurteilung durch die
Fachstelle für die Gleichstel-
lung von Frau und Mann nicht standhalten, der irrt. Vorstandsmitglied
beim Mädchentreff ist
nämlich auch die Leiterin der erwähnten Fachstelle. Herr Frischknecht
würde dies wohl «linke
Seilschaften» nennen.
Die 73 Einbürgerungen
(56 Erwachsene und 17 Kinder) vom 17. August 1999 möchte ich dies-
mal nicht wieder kommentieren, sondern gleich zu einem weiteren SP-Vorstoss
übergehen.
Auf der Abschussliste steht einmal mehr der Flugplatz Bern-Belp. In einer
Interpellation wird
gefragt, ich zitiere: «Ist der Gemeinderat bereit, folgende Massnahmen
zur Eindämmung des
Fluglärms und zum Schutze der Bevölkerung durchzusetzen?
1. Begrenzung der
Zahl Linienflüge von und nach Belpmoos über dem Stadtgebiet.
2. Einschränkung der An- und Abflüge über das Stadtgebiet
auf "leise" Flugzeuge.
3. Flugverbot für Kleinflugzeuge über das bewohnte Gebiet der
Gemeinde Bern.»
Man ist geneigt
zu sagen: Viel Lärm um nichts!
Erschreckend ist der
Umstand, dass bei der Ratsmehrheit nach wie vor keine echte Sparbe-
reitschaft vorhanden ist. Die Neuschaffung von Fachstellen, Beratungsstellen,
Krippenplätzen,
Verkehrserschwernissen usw. spricht Bände. Während man im benachbarten
Muri den Steu-
erfuss auf 1,2 senken will, reibt man sich in der Bundeshauptstadt Bern
die Augen und stellt
fest, dass selbst ein Steuerfuss von 2,5 nicht genügen würde,
um eine ausgeglichene Rech-
nung präsentieren zu können. Gott sei Dank kann man im Jahr
2000 aus dem Verkauf der
städtischen Gymnasien einen ausserordentlichen Buchgewinn von rund
44 Millionen Franken
verbuchen, und siehe da, o Wunder, die Rechnung wird kein Defizit ausweisen.
Schade, kann
man die Gymnasien nur einmal verkaufen...
Thomas Fuchs, Bern
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zum Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 18 vom 17. September 1999**
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