Nr. 18, 18. August 2006
Muslime
breiten sich in London immer weiter aus
EU-Gelder für Mega-Moschee
In London soll mit tatkräftiger finanzieller
Hilfe der EU ein riesiges Gebetshaus für Moslems entstehen, in dem sich
70 000 (siebzigtausend!) Gläubige gleichzeitig aufhalten können.
Bei den nach den geplanten Terror-Anschlägen - einer Serie von Anschlägen auf Flugzeuge, die weit über tausend Tote einkalkulierte - vor wenigen Tagen in England Verhafteten handelt es sich um Muslime, die in Grossbritannien geboren, aufgewachsen und eingebürgert sind. Die meisten Verdächtigen wurden in London verhaftet. Und ausgerechnet in London will die EU jetzt eine Moschee bisher in Europa nirgends bekannten Ausmasses mitfinanzieren.
Das Vorhaben klingt bombastisch: Zu den Olympischen Spielen 2012 soll in London die grösste Moschee der Welt eröffnet werden. 70 000 Gläubige können darin gleichzeitig beten. Diese Moschee der Superlative soll im Londoner Stadtteil West Ham, unmittelbar neben dem olympischen Dorf, zu stehen kommen. Das dazugehörige gesamte "London Markaz" (arabisch für Zentrum) mit Schule, Hotel (1500 Zimmer) und Bibliothek soll sich dann über eine Fläche von 50 000 Quadratmetern erstrecken. Die Gebetsräume reichen über drei Stockwerke und bieten 70 000 Muslimen Platz. Ob sich die Organisatoren der Olympischen Spiele des daraus resultierenden Sicherheitsrisikos bewusst sind?
Man stelle sich einmal vor: Siebzigtausend Muslime würden in dieser Moschee einige Glaubensbrüder "beschützen", die wegen eines Anschlags polizeilich gesucht würden. Wie viele Ordnungshüter wären wohl notwendig, um den Verhaftungs-Auftrag durchzuführen?
"Moslemisches Quartier"
Der gesamte moslemische Gebäudekomplex soll bis zur Eröffnung der
Olympischen Spiele 2012 fertiggestellt werden, wenn es nach den Plänen
der weltweit aktiven islamischen Missionsorganisation Tablighi Jamat geht.
Das Gebäude sei als "moslemisches Quartier" für die Spiele
und als künftiges Hauptquartier der Organisation gedacht. Anträge
auf Baugenehmigungen seien bereits bei den örtlichen Behörden eingereicht
worden, berichtete die britische Zeitung "The Sunday Times".
Grösser als der Petersdom
Die Moschee wäre das mit Abstand grösste Gotteshaus in Grossbritannien
und eines der grössten in Europa. Der Petersdom in Rom bietet Platz für
rund 60000 Gläubige. Der renommierte Architekt Ali Mangera habe bereits
detaillierte Pläne für das Gebäude, das an der Stelle einer
heute existierenden Moschee errichtet werden würde - rund 500 Meter vom
vorgesehenen Olympiazentrum entfernt. Er plane ein futuristisches Design mit
Windturbinen statt der traditionellen Minarette und einem lichtdurchlässigen
Gitterdach anstelle der üblichen Kuppeln, sagte der Architekt. Und wörtlich:
"Es wird mehr sein als eine Moschee. Die ganze Idee dahinter ist, dass
der Bau Grenzen überwinden soll." Schon heute stellt die derzeit
grösste in Grossbritannien existierende Moschee, die "Baitul Futuh"-Moschee
in Morden/Surrey, von ihren Ausmassen her alle christlichen Kirchen in den
Schatten. Sie bietet Platz für 10 000 Betende - dreimal so viele wie
die anglikanische Kathedrale von Liverpool, die grösste christliche Kirche
Englands.
Umstrittene Organisation
Die Moslem-Organisation Tablighi Jamat ist nicht unumstritten. Nach den Terroranschlägen
vom 11. September 2001 geriet sie ins Fadenkreuz westlicher Sicherheitsdienste
und wurde mit der Terrororganisation Al-Kaida sowie später auch mit einem
der U-Bahn-Attentäter von London in Verbindung gebracht.
Laut "Sunday Times" soll das deutsche Bundesland Bayern vor einiger Zeit drei Mitglieder dieser Organisation ausgewiesen haben, weil diese islamistischen Extremismus unterstützt hätten. Die einst in Indien gegründete Organisation selbst bezeichnet sich als unpolitisch, sie konzentriere sich auf humanitäre Arbeit.
"Staatliche Zuschüsse"
Über die Finanzierung des 150-Millionen-Projekts wird wenig offen informiert.
Die "London Times" spricht vorsichtig von "staatlichen Zuschüssen"
und "ausländischen Investoren". Allerdings sollen nicht nur
britische Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, sondern auch jene der übrigen
EU: Einige Millionen sollen nämlich aus dem Europäischen "Entwicklungshilfefonds"
fliessen. Bei der EU-Kommission geht man der Sache bereits nach und hält
Realisierung und Subventionierung "für vorstellbar".
rw