Nr. 18, 27. August 2004

Geschaffen von Menschen, die an ihrem Vaterland nicht verzweifelten
Der Friede von Lausanne 1923
Von Jürg Stüssi-Lauterburg, Windisch AG

Der Griff nach der Weltmacht tarnt sich seit ältesten Zeiten gelegentlich als Kampf für den Weltfrieden. Der römische Kaiser Marcus Aurelius Probus (276 bis 282) zum Beispiel sah optimistisch voraus, dass bald kein Bedarf für Soldaten mehr sein werde, denn überall
werde Friede herrschen. Und mit dem Frieden römische Gesetze und Richter.
(1)

Die von solchen Aussichten wenig erbauten eigenen Soldaten setzten der Regierung und dem Leben von Kaiser Probus allerdings bald ein Ende. Probus' Traum aber ist weiter geträumt worden: im Heiligen Römischen Reich von Karl dem Grossen bis zu Franz II. (800 bis 1806), in den beiden anderen grossen
historischen Nachfolgern des römischen Reiches, im Zarenreich und im islamischen Kalifat in Damaskus, Bagdad, Kairo, Konstantinopel. Er ist geträumt worden im Spanien der Tage Philipps II., im Frankreich des an «Regiersucht»(2) grossen Sonnenkönigs Ludwig XIV. Und er ist in der Perversion der drei herrschenden Totalitarismen, des Kommunismus, des Faschismus und des Nationalsozialismus, im 20. Jahrhundert blutig geträumt worden. Eine relativ moderne Variante des Traums ist der kollektive
Herrschaftsanspruch, sei dieses Kollektiv eine ad hoc gebildete Koalition oder eine Organisation wie seinerzeit der Völkerbund und heute die Uno. Ja, die tägliche Zeitungslektüre lässt kaum Zweifel daran: Kaiser Probus' Traum ist in verschiedenen, sich widersprechenden Varianten weitergeträumt worden
bis auf den heutigen Tag. Allen Reichen, die zumindest den theoretischen Anspruch auf die Herstellung des Weltfriedens durch Weltherrschaft erhoben, war gemeinsam, dass sie im Grunde genommen weder politisch noch moralisch wirklich ebenbürtige Mächte zu akzeptieren bereit waren.

Misstrauen gegen Machtmissbrauch
Die immer wieder störende Realität hat das Weiterträumen bisher auf die Dauer nicht zu verhindern vermocht. Dass der ewige Friede immer ein Traum bleiben wird - wenigstens bis zum Sieg über den letzten Feind (1. Korinther 15, 26) - gehört zu jenen Grunderkenntnissen, die einen Teil der politischen Schweiz ausmachen. Misstrauen gegen Machtmissbrauch trägt die gegenseitige Hilfszusage des Bundesbriefes von 1291(3) und spricht gleichermassen sechs Jahrhunderte danach aus Jacob Burckhardts unvergänglichem Wort, «dass die Macht an sich böse ist».(4)

Der zweite alte Weg, nach dem Frieden zu suchen, folgt dem Wegweiser des DO UT DES, das Ich-gebe-damit-Du-gibst des gegenseitigen Nutzens. Die Kennzeichen dieses Weges sind Verträge, das Völkerrecht und insbesondere das Völkervertragsrecht. Die römischen Kaiser von Augustus bis Justinian schlossen zahlreiche Friedensverträge mit dem Perserreich im Osten. Und viele Friedensverträge der Neuzeit nahmen und nehmen für sich in Anspruch, die Welt oder doch einen Erdteil zu befrieden. So sollte der Westfälische Friede am Ende des Dreissigjährigen Krieges 1648 eine
neue Epoche einläuten und tat es auch, nicht nur mit der völkerrechtlichen Anerkennung der vollen Freiheit und Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft. Nach den napoleonischen Kriegen entstand primär auf dem Wiener Kongress 1815 jene Friedensordnung, zu deren nachwirkenden Bestimmungen die Anerkennung der Schweizer Neutralität durch die Mächte gehört. Wien 1815 stand für eine
an den Realitäten orientierte politische Neuordnung Europas, die in ihren Grundzügen im August 1914 noch erkennbar war, als die Lichter dieses Kontinents ausgingen.

Weltordnung nach 1918
Die nach dem Ausscheiden des revolutionierten Russland übrig bleibenden grossen Siegermächte des Ersten Weltkrieges, die USA, Italien, vor allem aber Grossbritannien und Frankreich, steckten in einer Reihe von Verträgen, die sie den Besiegten auferlegten, die neue Weltordnung ab. Es handelte sich
dabei insbesondere um die zwischen dem Juni 1919 und dem August 1920 unterzeichneten Verträge von Versailles, von Saint-Germain-en-Laye, von Neuilly, von Trianon und von Sèvres. Den Krieg, um dem Krieg ein Ende zu setzen, «The War to End War», hatten die Entente-Mächte geführt. Und diesem
hohen Ideal und den grossen Opfern entsprach am Ende ihr Wille, den Völkern das Selbstbestimmungsrecht zu geben und dem Erdkreis den Völkerbund «the Parliament of men, the Federation of the World»(5).

Dass die Sieger dabei - als imperiales Kollektiv auftretend - keinen Widerspruch dulden wollten, war nur natürlich: Die Kriegsgegner waren zu entwaffnen, der Friede ihnen zu diktieren, das erkannte Gute durchzusetzen. Der Schöpfer des Schlagworts «The War to End War»(6), der Sozialist, zeitweilige Mitarbeiter des offiziellen, aber geheimen britischen War Propaganda Bureau und Verfechter der Notwendigkeit einer Weltregierung, Herbert George Wells, veröffentlichte 1923 eine Vision unter dem
zeittypischen Titel «Men like Gods». Zu Göttern aber gehören Sinn für die Dauer und Sinn für das Mass. Und an beidem fehlte es den Vätern der Versailler Ordnung.

Versailles
Obwohl auch nicht alle Sieger zufrieden waren - am 12. September 1919 besetzte der Italiener Gabriele D'Annunzio die Stadt Fiume, das heutige Rijeka -, war die Versailler Ordnung insbesondere für die Verlierer des Krieges hart, nicht zuletzt infolge der festgesetzten Kriegsentschädigungen.
Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wurde aus der Liste der Staaten ganz eliminiert; ihre beiden Teilstaaten wurden auf Rumpfterritorien zusammengestrichen. Der Türkei - eben noch eine Grossmacht - drohte dasselbe Schicksal. Erschöpft hatte die Regierung des Sultans am 30. Oktober 1918 dem
Waffenstillstand von Mudros zugestimmt, worin in Artikel V die unverzügliche Demobilisierung der türkischen Armee und in Artikel VII(7) das Recht Grossbritanniens und seiner Alliierten stipuliert wurde, strategische Punkte zu besetzen, wenn sie das für erforderlich hielten, was faktisch einer
bedingungslosen Kapitulation zum Verwechseln ähnlich sah.

Im Mai 1919 besetzten griechische Truppen Smyrna (das heutige Izmir), ein Jahr später auch das Gebiet bis Aydin. Diese okkupierten Gebiete wurden im Frieden von Sèvres vom 10. August 1920 Griechenland unter Vorbehalt eines Referendums zugesichert (Artikel 66 bis 83), Kurdistan dazu ermuntert, sich selbständig zu machen (Artikel 62 bis 64), Armenien mit durch den Präsidenten der USA schiedsgerichtlich zu entscheidenden Gebietsansprüchen im Raum Erzurum, Trabzon, Van und Bitlis anerkannt. Zypern und die arabischsprachigen Gebiete des osmanischen Reiches gingen der Türkei endgültig verloren, der Irak, Palästina, Transjordanien und Ägypten faktisch zugunsten Englands, Syrien samt dem Libanon zugunsten Frankreichs, welches auch das damals noch stark armenische Kilikien erhielt.

Friedensdiktat gegen Türkei
Die Beweggründe der Sieger waren eigene materielle, aber auch humanitäre Interessen angesichts der Geschichte der Verfolgung von Minderheiten wie der Armenier(8) im Krieg führenden Osmanischen Reich des Ersten Weltkrieges; dann auch der Selbstbestimmungsgedanke im Sinne der kleinasiatischen Griechen, der Kurden, der Araber. Aber weder diese Beweggründe, welche in türkischen Ohren ohnehin ganz anders klingen mussten als in kurdischen, griechischen, arabischen oder armenischen, noch die in der Einleitung des Völkerbundsvertrags vom 10. Januar 1920 angerufenen Prinzipien des Verzichts
auf Krieg und der Unverletzlichkeit völkerrechtlicher Verträge vermochten etwas daran zu ändern, dass die Sieger in Sèvres der türkischen Regierung einen Frieden diktiert hatten, der deutlich weiter ging, als das türkische Volk zu ertragen bereit war. Die Illusionen der panislamischen Solidarität und der pantürkischen Idee waren diskreditiert, aber zur Selbstaufgabe waren die Menschen denn doch nicht
bereit.

Aufstieg Kemal Atatürks
Mustafa Kemal Pascha, Generalinspekteur der türkischen 9. Armee in Samsun, erliess am 22. Juni 1919 in Amasya eine Erklärung, welche die Regierung in Konstantinopel anklagte, ihre Verantwortung für das Land und die Unabhängigkeit nicht wahrzunehmen. Der nachmalige Kemal Atatürk erklärte,
die Nation werde die Unabhängigkeit wieder herstellen. Und er berief einen von jeder Art von fremdem Einfluss und fremder Kontrolle freien Kongress nach Erzurum und Sivas ein. Am 27. Dezember 1919 zog Mustafa Kemal in Ankara ein. Mustafa Kemal nahm den Frieden von Sèvres nicht an. Ob dieser gelten würde oder nicht, musste also auf dem Schlachtfeld entschieden werden, gegen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges Grossbritannien, Frankreich und Italien sowie gegen Griechenland und Armenien. Die alten Sieger zeigten zunächst noch ihre Macht und marschierten in Konstantinopel (das heutige Istanbul) ein. Die Türkische Grosse Nationalversammlung wählte daraufhin
Kemal Pascha in Ankara zu ihrem Präsidenten und damit zum Chef einer Gegenregierung gegen die von der Entente abhängige Regierung des Sultans in Konstantinopel.

Die Kemalisten gewannen zunächst den Krieg mit Armenien (Juni bis Dezember 1920) und erreichten im Dezember 1920 in Alexandropol (alias Gümrü alias Leninakan) die armenische Anerkennung jener Grenze, die heute noch gilt, ein Arrangement, das 1921 in Verträgen mit der Sowjetunion und mit
Sowjetarmenien bestätigt wurde. In den USA, deren Präsident gemäss dem allerdings nie ratifizierten Vertrag von Sèvres die armenisch-türkische Grenze hätte festlegen sollen, hatten die Wahlen von 1920 den - vermeidbaren internationalen Verpflichtungen abgeneigten - Republikaner Warren Gamaliel
Harding ins Weisse Haus gebracht. Eine amerikanische Intervention in der Türkei war also nicht mehr zu befürchten.

Im Osten wie im fernen Westen entlastet, konnte sich Mustafa Kemal dem Süden
zuwenden: Die kriegsmüden Franzosen zogen es jedoch vor, das von ihnen besetzte Kilikien zu räumen, um im Gegenzug von der türkischen Regierung der Grossen Nationalversammlung in Ankara im Oktober 1921 eine beruhigte Nordgrenze für ihr syrisches Mandatsgebiet zu erhalten. Ein grosser Teil der armenischen Bevölkerung Kilikiens wich nach Süden aus. Damit waren nun die Griechen, die von Grossbritannien und Frankreich ermuntert worden waren, Truppen nach Kleinasien zu werfen, auf ein allerdings ebenfalls kriegsmüdes Grossbritannien allein angewiesen. Das griechische Anatolien-Abenteuer hatte 1919 mit der Landung begonnen. Die hellenischen Verbände waren aber im
Sommer 1921 am Sakarya zurückgeschlagen worden und hatten sich weiter westlich zur Verteidigung eingerichtet. Mustafa Kemal erhielt für seinen Sieg den Titel eines Ghazi, Siegers, und den Marschallsgrad.

Niederlage der Griechen
Militärisch schwächten die Griechen im Juli 1922 ihre anatolische Front, indem sie zwei Divisionen nach Thrakien warfen, um von dort zum Marsch auf Konstantinopel ansetzen zu können, was ihnen jedoch die Grossmächte verwehrten, welche um die Meerengen herum mit schwachen Kräften, aber mit ihrem ganzen Prestige eine neutrale Zone aufrechterhielten. Marschall Mustafa Kemal ergriff Ende August die Gelegenheit zum entscheidenden Angriff, der mit der völligen Niederlage der griechischen Truppen endete, deren Oberbefehlshaber in Gefangenschaft geriet. Izmir fiel am 9. September 1922 und wurde ein Raub der Flammen, von wem auch immer angezündet. Dieser Krieg trägt verschiedene Namen, Türkischer Unabhängigkeitskrieg etwa oder Griechisch-Türkischer Krieg. In der Folge musste die überlebende griechische und armenische Bevölkerung der anatolischen Küstenstädte die angestammte Heimat verlassen. Für die sieggewohnten Truppen des Ghazi war der Weg nach Norden, nach Konstantinopel offen.

Franzosen und Italiener liessen am 18. September 1922 ihre britischen Verbündeten im Stich und zogen ihre Kontingente aus dem asiatischen Teil der neutralen Zone um die
Meerengen zurück. Zwar boten die Briten Kemal Pascha bei Tschanak an den Dardanellen die Stirne, aber mehr, um die Form zu wahren, die sie ihrer Rolle als erste Weltmacht schuldig waren. Zu diskutieren war, wollte Grossbritannien einen aus innenpolitischen Gründen undenkbaren neuen Krieg
gegen die Türkei vermeiden, nur noch die Frage Thrakiens, also der griechisch-türkischen Grenze in Europa, denn schon am 5. September 1922 hatte Mustafa Kemal geschrieben: «Die griechische Armee ist entscheidend geschlagen. Jeder ernsthafte Widerstand ist ihr unmöglich geworden. Es kann deshalb in keiner Art und Weise mehr um Verhandlungen über Anatolien gehen. Der Waffenstillstand kann
nur Thrakien betreffen.»(9)

In diesem Sinne schlossen Grossbritannien, Frankreich und Italien mit Kemal Paschas Türkei am 11. Oktober 1922 den Waffenstillstand von Mudanya, dem sich Griechenland wenig später anschloss. Die griechisch-türkische Grenze in Europa kam an den Maritsa zu liegen, wo sie in der Folge blieb. Die
Regierung David Lloyd George überlebte die völlige Niederlage ihrer philhellenischen Politik um acht Tage und trat am 19. Oktober 1922 zurück. In der neutralen Schweiz Was blieb, waren riesige vom Kriege verwüstete Gebiete. Was blieb, war eine Massenmigration primär von Griechen aus der Türkei nach Griechenland, aber auch von Türken in die Gegenrichtung. Was blieb, war alles menschliche
Elend, das sich mit Krieg und Flucht verbindet. Nicht jedem Flüchtling gelang es, wie dem von Smyrna (Izmir) gebürtigen, mit sechzehn Jahren 1922 aus seiner Heimatstadt geflohenen, praktisch mittellos gewordenen Aristoteles Onassis, ein neues und grösseres Vermögen aufzubauen.

Was ebenfalls blieb, war die Aufgabe, aus dem Waffenstillstand einen Frieden zu machen. Dieser Friede wurde in der neutralen Schweiz geschlossen und am 24. Juli 1923 in Lausanne unterzeichnet. In diesem Frieden finden sich keine romantischen Illusionen, es handelt sich vielmehr um ein eminent praktisches Vertragswerk, in welchem seitenweise von Staatsschulden, Lebensversicherungen, Eigentumsrechten die Rede ist, aber auch von klaren, durch die Geschichte gezogenen Grenzen, nicht nur territorialen, sondern selbst Grenzen der Überlegenheitsansprüche der in Sèvres noch diktierenden
Sieger.

Ein Frieden der Realitäten
Grossbritannien, Frankreich und Italien, haben - so sagt das Dokument - im Einverständnis mit Japan, Griechenland und Rumänien den Staat der Serben, Kroaten und Slowenen, die USA und die Türkei sowie für Spezialfragen weitere Länder eingeladen, um das von allen Nationen angestrebte Ziel zu erreichen. Sie schliessen Frieden «in der Sorge, jene freundschaftlichen und kommerziellen Beziehungen wiederherzustellen, die für das gegenseitige Wohlergehen ihrer Völker wesentlich sind und erwägend, dass diese Beziehungen auf dem Respekt vor der Unabhängigkeit und der Souveränität der
Staaten fussen müssen»(10). Wie immer gab es Verlierer: die Griechen (deren Ministerpräsident Demetrios Gounaris als Sündenbock am 28. November 1922 standrechtlich erschossen worden war), die Kurden, die Armenier. Aber das grosse Blutvergiessen hörte auf und begann nicht wieder. Der Friede der Illusionen hatte dem Frieden der Realitäten Platz gemacht. Die Überheblichkeit der Sieger hatte eine Reaktion ausgelöst, der sie sich auf der gleichen Ebene stellen mussten; der Türkei Atatürks diktierte niemand mehr. So gesehen ist der dauerhafte Friede von Lausanne ein bleibender und
praktischer Ausdruck der «Achtung», die «jenen zukommt, die an ihrem Vaterland nicht verzweifeln».(11)


Jürg Stüssi-Lauterburg

1 «<Brevi>, inquit, <milites necessarios non habebimus.> ... ubique pax, ubique Romanae leges, ubique judices nostri.» The Scriptores Historiae Augustae, Vol. III, London: William Heinemann, 1982, ISBN 0 434-99263-1, pag. 378.

2 Johannes Liberius, vgl. http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/europaquellen/quellen17/liberius1689.htm

3 «Darum haben alle Leute der Talschaft Uri, die Gesamtheit des Tales Schwyz und die Gemeinde der Leute der unteren Talschaft von Unterwalden im Hinblick auf die Arglist der Zeit zu ihrem besseren Schutz und zu ihrer Erhaltung einander Beistand, Rat und Förderung mit Leib und Gut innerhalb der Täler und außerhalb nach ihrem ganzen Vermögen zugesagt gegen alle und jeden, die ihnen oder jemand aus ihnen Gewalt oder Unrecht an Leib oder Gut antun.» Der lateinische Originalwortlaut der zentralen Passage lautet «promiserunt invicem sibi assistere
auxilio ... contra omnes ac singulos». Vgl. http://www.lexilogos.com/declaration/suisse_pacte_texte.htm

4 Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, Leipzig: Alfred Kröner, 1935, Seite 36. Burckhardt (1818 bis 1897) selbst schreibt sein berühmtes Wort bescheiden «Schlosser» zu.

5 Alfred Lord Tennyson, Locksley Hall: «Till the war-drum throbb'd no longer, and the battle flags were furl'd in the Parliament of men, the Federation of the world. There the common sense of most shall hold a fretful realm in awe, and the kindly earth shall slumber, lapt in universal law.»

6 Burton Stevenson, The Home Book of Quotations Classical and Modern, Tenth Edition, New York: Dodd, Mead & Company, 1967, LCCCN 67-13583, page vii.

7 Wortlaut: «VII. The Allies to have the right to occupy any strategic points in the event of a situation arising which threatens the security of the Allies.» Fundstelle: http://www.austlii.edu.au/au/other/dfat/treaties/1924/9.html

8 Der für die insbesondere in den Jahren 1915 bis 1917 verübten Massaker an den Armeniern Anatoliens hauptsächlich verantwortliche Talaat Pascha wurde am 15. März 1921 in seinem Berliner Exil von Soghomon Tehlirian ermordet. Die Armenier waren nicht die einzigen Opfer, Massaker wurden während des Ersten Weltkrieges und danach auf den anatolischen und kaukasischen Schlachtfeldern von fast allen Kriegsparteien je nach Schlachtenglück, Interessenlage und Kontrolle über die eigenen Truppen verübt, in keinem Fall jedoch in einem grösseren Umfang als anlässlich der armenischen Tragödie.

9 Bilâl N. Simsir, Moustafa Kemal Atatürk, Homme de guerre - homme de paix, in: Revue Internationale d'Histoire Militaire, No. 50, Ankara: Türk Tarih Kurumu Basimevi, 1981, Seite 47.

10 «BEING ANXIOUS to re-establish the relations of friendship and commerce which are essential to the mutual well-being of their respective peoples, AND CONSIDERING that these relations must be based on respect for the independence and sovereignty of States», der gesamte Text des Friedens
ist zu finden unter: http://www.austlii.edu.au/au/other/dfat/treaties/1924/9.html

11 Winston S. Churchill, Nach dem Kriege, Zürich, Leipzig, Wien: Amalthea-Verlag, 1930, Seite 405.