Nr. 15, 16. Juni 2006

Massive Zuwanderung und ihre Folgen
Jugendgewalt - die Ernte einer zu laschen Politik

Von Sylvia Flückiger-Bäni, Grossrätin, Schöftland AG

Seit 1954 hat sich die Zahl der Verurteilungen von Jugendlichen wegen Gewaltdelikten in der Schweiz verzehnfacht. Die Schweiz zählt jeden Tag bis zu drei Körperverletzungs-Delikte durch Jugendliche.

Dass die gelegentlichen Prügeleien auf dem Schulhof von damals heute allzu häufig in gewalttätige Delikte ausarten, verdanken wir der laschen Politik der letzten Jahre. Die Volksabstimmung im kommenden September zum Asyl- und Ausländergesetz eröffnet die Gelegenheit, die überfällige Wende einzuleiten.

Die Jugendgewalt in der Schweiz wird stark von Ausländern und Neu-Eingebürgerten geprägt. Die massive Zuwanderung von Menschen aus so genannt "bildungsfernen Familien", die der Schweizer Bevölkerung fremden Kulturen entstammen, stellt unsere Einrichtungen, namentlich unsere Volksschulen vor immer grössere Probleme. Die Zahl fremdsprachiger, wenig integrierter Kinder wächst in fast allen Schulklassen beängstigend. Messerstechereien, Schlägereien, schwere Gewalttätigkeiten, Raserunfälle und eine allgemeine Verrohung des gesellschaftlichen Klimas begleiten den Alltag immer augenfälliger.

Diese Entwicklung droht unsere eigene Einstellung und das Verhalten auch der einheimischen Jugendlichen zu verändern. Bahnhofunterführungen werden zunehmend gemieden, halten sich dort doch allzu oft Gruppen von jugendlichen Ausländern auf, die dealen und Passanten bedrohen. Die Gewalt in Zügen und Bussen nimmt zu, das Bus- und Zugspersonal wird ungeniert angepöbelt. Das Schwarzfahren scheint zunehmend zu einem angemassten "Recht" zu werden.


Hände gebunden

Lehrkräfte und Schulbehörden sind vielfach überfordert. Ihnen fehlen angemessene Sanktionsmassnahmen, wenn Schüler ihrer Aggressivität freien Lauf lassen, den Unterricht stören, nicht allzu selten gar verunmöglichen. Kaum zu glauben, aber es ist Tatsache: Erschreckend oft decken Eltern fast blindlings ihre Sprösslinge, anstatt mit den Lehrkräften zusammen aufgrund von deren Anordnungen für Besserung zu sorgen.

Schul-Sozialarbeiter in grosser Zahl werden engagiert; diese sollen Abhilfe schaffen. Das Hauptproblem wird dabei verkannt: Die mangelnde Durchsetzung längst bestehender, längst geltender Regeln. Stattdessen wird für jedes angeblich "besondere Verhalten" ein sündenteures Sonderprogramm eingeführt. Da wird "Heimat-Unterricht" zu den verschiedensten Herkunftsländern der Ausländer angeordnet. Die Schulküche muss Spezialmenüs liefern. Und es werden Freitage noch und noch für alle möglichen Feierlichkeiten verschiedenster religiöser Gemeinschaften institutionalisiert. Und zuhauf entstehen "Work Shops" für das Bereden von "Strategien zur Konfliktbewältigung". Um nur einige Resultate eines ebenso hektischen wie undurchdachten Aktivismus aufzulisten.


Härter Durchgreifen!

Unsere Lehrer brauchen nicht "Work Shops", aber sie sind angewiesen, dringend angewiesen auf starken Rückhalt von Behörden und Eltern, damit an den Schulen das Verbot von Drogen, Alkohol und Gewalt rigoros durchgesetzt werden kann. Es muss möglich werden, unverbesserliche ausländische Jugendliche allenfalls zusammen mit ihren Eltern des Landes zu verweisen. Wer sich nicht an die hier geltenden Regeln hält, soll die Konsequenzen dafür tragen.

Schon bald ergibt sich für die Stimmbürger die Gelegenheit, wenigstens einen ersten Schritt in Richtung Durchsetzung der Schweizer Rechtsordnung zu tun: Am 24. September 2006, wenn das neue Asyl- und das neue Ausländergesetz zur Abstimmung anstehen. Neu soll die Erteilung und Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung stärker von der Integrationsfähigkeit von Ausländern abhängig gemacht werden. Also von deren Bereitschaft, sich an die geltenden Regeln, an die in der Schweiz geltende Rechtsordnung zu halten. Fehler der Vergangenheit können damit wenigstens teilweise korrigiert werden.

Das doppelte Ja zu diesen beiden Vorlagen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zurück zu sicheren Schulen und Schulwegen und damit zu einem Umfeld, in dem Kinder und Jugendliche sich endlich wieder auf Schulstoff und Schulleistung konzentrieren können, als optimale Vorbereitung auf ihr späteres Leben.


Sylvia Flückiger-Bäni