Nr. 15, 21. Juni 2002
Warum Intellektuelle
unsere Welt zerstören
Der Brennstoff der Hölle
Von Roland Baader, Waghäusel (Deutschland)
(1. Teil)
Alle gesellschaftlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, Marxismus-Leninismus, Bolsche- wismus, Kommunismus, Sozialismus, Nationalsozialismus, Faschismus, Maoismus, Neomar- xismus, Rassismus, Militarismus und Hypernationalismus waren Kopfgeburten von Intellek- tuellen.
Mit der bolschewistischen Revolution ebenso wie mit der nationalsozialistischen Machtergreifung, mit den Terror-Regimes des Ostblocks ebenso wie mit den Despotien Asiens und Afrikas, mit den beiden Weltkriegen und den meisten nachfolgenden «kleineren» Kriegen, bei allen Genoziden und Gulag-Orga- nisationen gelangten unter den blutigen Händen politischer Kader jeweils giftige Gewächse zur Blüte, deren theoretische Saat zuvor von Mitgliedern der Intelligenzia in ungezählten Schriften und Reden ausgebracht worden war. Aber auch die «weicheren» ordnungszerstörenden Geistesströmungen wie Wohlfahrtsstaat, antiautoritäre Erziehung, Bildungsgleichheit auf Niedrigniveau, Sozialisierung des Geldes (staatlich beliebig manipulierbares Papiergeld), keynesianische Staatsverschuldungsmanie und Interventionsgläubigkeit, europäischer Zentralismus bis hin zum neuesten ökonomischen Irrwitz der Europäischen Währungsunion: Auch sie waren längst in den Köpfen der akademischen Intelligenz herangereift, bevor sie von den politischen Eliten in die Tat umgesetzt wurden. Nach wie vor richten die politischen und kulturellen Eliten weit mehr Schaden an, als die marktwirtschaftlichen Leistungseliten wieder wettmachen können.
Kopfgeburten
Was Antonio Gramsci, Mitbegründer der Kommunistischen Partei, 1921 propagiert
hatte, nämlich die bürgerliche Gesellschaft und Kultur zu unterwandern
und zu zerstören, war alsbald auf dem grössten Teil des Globus gelungen.
Und was sich an bürgerlichem Lebensgefühl in den marktwirtschaftlichen
Schüben nach dem Zweiten Weltkrieg erholen konnte, ist ab den sechziger
Jahren wiederum zu guten Teilen ausgemerzt worden. Man ist angesichts dieser
Tatsachen versucht, den alten Spruch «Müssig- gang ist aller Laster
Anfang» umzuformulieren in: Denken ist aller Laster Anfang (genauer:
Denken- lassen fremde Ideologen für die eigenen Lebensentscheidungen
denken lassen ist aller Laster Anfang).
Sozialstaat-Utopien
Richtet man den Blick auf das Deutschland der letzten Jahrhunderthälfte,
so ist zu erkennen, dass nationalökonomisch schimmerlose Intellektuelle,
Parteirhetoriker, Syndikatsfürsten und staatliche Bildungseliten mit
ihrem fast fünfzig Jahre währenden Dauerfeuer an falschen Ideen
eine Massen- Paranoia erzeugt haben, ein Volk von realitätsfernen Utopisten.
So sind mittlerweile mehr als 98 Pro- zent der Deutschen überzeugte Anhänger
des Sozialstaats. Ihre Vorstellungen hinsichtlich seiner konkreten Gestaltung
variieren und divergieren zwar, aber was das sozialstaatliche Prinzip als
solches betrifft, sind sich alle über seine materielle und moralische
Notwendigkeit einig.
Der Sozialstaat aber ist eine Utopie. Und deshalb befindet er sich auch seit seiner Erfindung und Ein- führung durch Bismarck in der Krise, in einer Dauerkrise mit sporadisch auftretenden Fieberschüben. Immer wenn der Schüttelfrost einzusetzen beginnt, schwingen sich die Regierungen zu sogenannten «Reformen» auf. Da die Reform von Unsinn in einem falschen System aber nur neuen Unsinn hervor- bringen kann, wird der Sozialstaat eine Krisenquelle bleiben und schliesslich genauso zusammen- brechen wie seine grössere Vorbild-Utopie, der Sozialismus. Dieser Zusammenbruch kann sehr wohl noch trübere Folgen zeitigen als diejenigen, welche die östliche Welt nach dem Ende ihrer Utopie erleben musste und noch lange wird ertragen müssen.
Keynesianismus
Zwischenzeitlich nimmt diese Paranoia immer neue Unterformen an, die sich
wie Epidemien ausbreiten. Die jüngeren Krankheitsbilder heissen Political
Correctness, Feminismus, Multikulturalismus (in den USA noch Affirmative Action),
Antifaschismus (anstelle von Anti-Totalitarismus), Demokratisierung der Wirtschaft,
Soziale Ausgewogenheit, Neue Armut und Neue Mitte. Wem der Ausblick auf den
Zusam- menbruch des Sozial- und Wohlfahrtsstaates als Übertreibung vorkommt,
der möge einmal darüber nachdenken, wie lange der Sozialismus unter
den Völkern des halben Erdballs wüten und unsägliche Katastrophen
über die Menschheit bringen konnte, ohne dass dieser Wahn in den Köpfen
und Herzen der Menschen erloschen wäre. Nichts, auch nicht die grausigste
Realität, kann die Menschen von dieser Utopie abbringen, schon gar nicht
die Intellektuellen jedenfalls nicht in nennenswerter Zahl. Auch der
Keynesianismus, die grösste ökonomische Irrtumslehre nach dem Sozialismus,
ist nach wie vor die Lieblings-Doktrin aller Regierungen der sogenannten freien
Welt, obwohl sie überall kläglich gescheitert ist.
Diener
der Macht
Das scheinbar Geheimnisvolle solchen Geschehens lässt sich rasch entschleiern:
Auch der Keynesia- nismus ist eine Utopie und, vielleicht noch wichtiger:
Er liefert, genau wie Sozialismus und Marxismus, den politischen Eliten eine
pseudowissenschaftliche Grundlage für ihre Macht- und Herrschaftsstrate-
gien. Die Menschen glauben, was sie glauben wollen, nämlich an die Möglichkeit
eines Paradieses hier und jetzt. Und die politische und intellektuelle Priesterkaste
verspricht ihnen die Machbarkeit dieser Utopie, auf dass die gläubigen
Schafe ihnen willig folgen. Immer und überall aber stehen am Ende dieses
Weges die unentrinnbaren Fangeisen Leviathans.
Der
Turm zu Babel
Auch viele unpolitische Intellektuelle, die nicht nach Herrschaft streben,
begleiten die Schafe auf ihrem Weg in die Knechtschaft, und zwar mit idealistischen
Gesängen. Sie wollen sich einfach nicht mit der Vulgarität und Banalität
des alltäglichen Lebens abfinden. Das Gewöhnliche, Profane, Nichtheldische
und Nichtmystische der westlichen Alltagsfreiheit stösst sie ab. Was
sie anzieht, sind epische Gesänge, revolutionäre Gestalten und Taten,
Visionen und grosse theatralische Worte, olympische Höhen und Hadestiefe
Abgründe. Wie schal sind dagegen die Alltäglichkeit des Frühaufstehens
zur Arbeit, die (scheinbare) Banalität der Lebensbewältigung durch
immer wiederkehrende Arbeitsabläufe, die prosaisch-unpoetische Routine
des materiellen Broterwerbs und die niederen Vergnügungen der Massen.
Wenn Ausblicke aufs Niedrig-Materielle schon sein müssen, dann bitte
schön wenigstens idealistisch und ideologisch überhöht, wie
das der Schriftsteller Lion Feuchtwanger (im übrigen ein begnadeter Meister
des Wortes) einstmals in seinem Reisebericht «Moskau 1937» vorexerziert
hat, als er vom «glücklichen Leben der Sowjetbürger»
schrieb: «Der Moskauer geht in seine Warenhäuser wie ein Gärtner,
der Mannigfaches gesät hat und nun nachschauen will, was heute wieder
aufgegangen ist. Befriedigt konstatiert er: sieh da, heute gibt es Mützen,
heute Eimer, heute Photographenapparate. Und dass die leitenden Männer
ihr Wort gehalten haben, ist der Bevölkerung Bürgschaft dafür,
dass der Plan auch weiterhin erfüllt werden und dass es also von Monat
zu Monat besser gehen wird. So genau die Moskauer wissen: der Zug nach Leningrad
geht um soundso viel Uhr, so genau wissen sie: in zwei Jahren werden wir Kleider
haben, welche und soviel wir wollen, und in zehn Jahren Wohnungen, welche
und soviel wir wollen» (Feuchtwanger: Moskau 1937. Nachdruck: Aufbau
Verlag Berlin 1993, S. 17).
Wer würde nicht die geistig-seelische Befindlichkeit so mancher Literaten der Jetztzeit wiedererkennen in den weiteren Sätzen Feuchtwangers: «Die Luft, die man im Westen atmet, ist verbraucht und schlecht. Es gibt innerhalb der westlichen Zivilisation keine Klarheit und Entschiedenheit mehr... Man atmet auf, wenn man aus dieser drückenden Atmosphäre... in die strenge Luft der Sowjetunion kommt... Noch ist überall Schutt und schmutziges Gerüst, aber schon hebt sich rein und deutlich der Umriss des gewaltigen Baus ab. Es ist ein wahrer Turm von Babel, doch ein solcher, der nicht die Menschen dem Himmel, sondern den Himmel den Menschen näherbringen will... Es tut wohl, nach all der Halbheit des Westens ein solches Werk zu sehen, zu dem man von Herzen ja, ja, ja sagen kann» (S. 111).
Paradise
now
Wenn schon nicht die ökonomischen Erkenntnisse, die jede Art von Sozialismus
als letztlich undurch- führbar erweisen, so hat sich doch unter den Intellektuellen
wenigstens die anthropologische Erkenntnis herumgesprochen, dass der Bankrott
sämtlicher Ideologien, den wir nach leidvollen Erfahrungen regi- strieren
können, unter anderem auch auf der weitgehenden Unveränderlichkeit
des Menschen beruht. Der «neue Mensch» welcher Art auch
immer ist nicht machbar. Das müsste eigentlich dem alten klassischen
Liberalismus wieder Auftrieb geben, denn der ging (und geht) als einziges
zusammen- hängendes Theoriegebäude des Seins und Sollens gesellschaftlicher
Grossgebilde von einem realisti- schen, nichtutopischen und nichtidealisierten
Menschenbild aus, vom Menschen, wie er ist und nicht von einem, wie
er in diesseitsparadiesischen Traumgebilden sein sollte. Doch diese Rückbesinnung
bleibt leider aus, denn zur besagten Fast-Unveränderlichkeit des Menschen
gehört auch die Tatsache, dass der Hang unserer Spezies zur Irrationalität
und zur sehnsuchtsvollen Transzendenz wohl ebenfalls biologisch verankert
ist. Ebenso eine weitere Eigenschaft, die der Anthropologe Kurt Kotrschal
in der Tatsache erkennt, dass «all unsere Handlungsbereitschaften»
auf Konkurrenz innerhalb der Gemein- schaft abgestimmt (sind), was auch letztlich
die Ursache dafür darstellt, dass Langzeitinteressen meist den Kurzzeitinteressen
unterliegen», woraus er die radikale Folgerung zieht: «Wenn die
Welt wirklich vor die Hunde gehen sollte, dann im Grunde deswegen» (Kotrschal:
Ist sowohl Gott als auch Marx tot?, NZZ vom 4. 3. 2000).
So
wenig Politik als möglich
Diese Dominanz der kurzfristigen über die langfristigen Interessen, die
im Menschen angelegt zu sein scheint grob gesagt nach dem Motto: Ich
will alles, und zwar gleich (was, übertragen auf ein Gesell- schaftsmodell,
dem Sozialismus mit seinem «Paradise now» entspricht) kann
nur gebremst oder sogar partiell umgekehrt werden durch das Prinzip Eigentum,
das dem Gesellschaftsbild des Liberalis- mus zugrunde liegt. Denn erstens
wohnt dem Privateigentum und damit auch den klassischen Insti- tutionen
des Privateigentums, der Familie und dem Privatunternehmen die Tendenz
inne, Langzeit- interessen vor Kurzzeitinteressen zu stellen, und zweitens
ist das Bevorzugen der Kurzzeit- vor Lang- zeitinteressen ein Wesensmerkmal
des politischen Geschäfts; woraus nicht nur aus Effizienz- und Freiheitsaspekten,
sondern sogar aus Gründen der schieren Überlebensfähigkeit
der Menschheit der Schluss zu ziehen ist, den die Klassisch-Liberalen schon
immer gezogen haben, nämlich: So wenig Politik als irgend möglich.
Der zweite Punkt leuchtet unmittelbar ein, denn eine Wahlperiode ist kurz. Wer als Politiker das lang- fristige Wohl der Bürger zum Programm erheben würde, müsste schon beim nächsten Wahlgang gegenüber seinen Konkurrenten, die sofortige Wohltaten versprechen, scheitern. Daher rührt auch das Grauen der Regierungen vor jener langfristig verlässlichen Ordnungspolitik, die von den Ökonomen seit Jahrzehnten angemahnt wird.
Der
Wert der Familie
Der erste Punkt bedarf noch einer Erklärung: Vor dem Zeithorizont seiner
relativ kurzen Lebensspanne erscheint es dem menschlichen Individuum tendenziell
als rational, die mit grösserer Gewissheit reali- sierbaren kürzerfristigen
Wunschziele den sehr langfristigen, möglicherweise nicht mehr selber
erleb- baren Zielen überzuordnen. Das ändert sich, wenn sich das
persönliche Individualinteresse mit den Interessen von Institutionen
verbindet, in welche das betreffende Individuum unmittelbar eingebunden ist.
So vor allem in der Institution Familie. Jedermann weiss aus eigener Erfahrung,
wie sehr es Ehegatten am Herzen liegt, den jeweils überlebenden Partner
gut versorgt zu wissen, und wie sehr die meisten Eltern darauf bedacht sind,
dass es die eigenen Kinder einmal «besser haben sollen». Die gewaltigen
Erbmassen, die alltäglich in den wohlhabenden Nationen auf die jeweils
nächste Generation übertragen werden, legen ein beredtes Zeugnis
hiefür ab. Wenn Eltern oder Ehepartner ihre kurzfristigen Interessen
als Person über ihre längerfristigen Interessen als Familienmitglied
stellen würden, dann käme den Erbgängen kaum noch Bedeutung
zu, weil jedermann alles «verjuxen» würde, wenn der Zeitpunkt
des Todes näherrückt. Dem Privateigentum wächst also innerhalb
der Institution Familie ein gewisser Ewigkeitscharakter zu.
Dasselbe gilt für private Unternehmen, und zwar vor allem für kleine und mittlere Firmen, bei denen das Leben des Unternehmers unmittelbar mit dem Schicksal seines Unternehmens verbunden ist. (Manager von Konzernen mögen zwar vereinzelt «für ihr Unternehmen leben», aber keinesfalls dafür auch sterben, während der Eigentümer-Unternehmer «mit und für die Firma lebt und stirbt».) Auch hier gewinnt das Privateigentum einen gewissen Ewigkeitscharakter, was dazu führt, dass Unternehmer oft und vielfach ihre kurzfristigen Interessen den längerfristigen des eigenen Unternehmens unterordnen.
Diesseitsparadiese
eilen
Privates Eigentum und die privateigentumsspezifischen Institutionen Familie
und Unternehmertum bewirken somit Verhaltensweisen, welche auf dem Umweg
über persönlich höhergestellte Langzeit- interessen auch
das langfristige Wohl einer ganzen Volkswirtschaft über die kürzerfristigen
Glück- seligkeiten ihrer Mitglieder stellen. Denn: Die Erhaltung und
Vermehrung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks ist die alle anderen
Komponenten weit überwiegende Ursache und Grundbedingung des Wohlstands
von Nationen. Ein Land, in welchem die Institutionen Familie und Eigentümer-Unter-
nehmertum erodieren, wird früher oder später in Armut versinken,
weil es dann immer weniger Leute gibt, denen die langfristige Erhaltung und
Mehrung des (persönlichen und damit auch gesamtwirtschaft- lich verfügbaren)
Kapitalstocks wichtiger erscheint als die Realisierung von Wünschen innerhalb
der eigenen Lebenszeit.
Intellektuelle
gegen Eigentum
Anders gesagt: Eigentum, privates Eigentum, sichert nicht nur Freiheit und
Wohlstand der individuellen Person, sondern auch die Freiheit und den Wohlstand
einer ganzen Nation. Dem stehen jedoch, um es zu wiederholen, die Ambitionen
von zweien der bedeutendsten Intellektuellen-Gruppierungen entgegen: Erstens
die Ziele und Motive der politischen Eliten, weil sie aus Gründen des
Machtgewinns und Machterhalts die langfristigen Interessen der Bürger
vernachlässigen müssen, und zweitens die Ziele und Motive der wohlfahrtspriesterlichen
Intellektuellen, denn anders als ihre klerikalen Kollegen in den Kirchen
sie können ihre Herrschafts- und Sinnvermittlungs-Klientel nicht
auf eine jenseitige Ewigkeit vertrösten. Diesseitsparadiese haben einen
kurzen Zeithorizont und ihre Priesterkaste hat es eilig.
Für beide Gruppen muss die Umverteilung, die alsbaldige materielle «Gleichheit» und die rasche Ver- wirklichung dessen, was sie als «Gerechtigkeit» ausgeben, zum Hauptinstrument ihrer Zielverfolgung werden. Und damit bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als das liberale Prinzip der Unantastbarkeit des Eigentums in wachsendem Masse auszuhöhlen und zu verletzen. Im Klartext heisst das: Wenn diese beiden Intellektuellen-Gruppen ihre Ziele verwirklichen und ihre Ambitionen in die Tat umsetzen wollen, steht ihnen hierfür nur ein einziger Weg offen: Sie müssen letztlich den langfristigen Stabilitäts, Friedens- und Effizienzbedingungen der Gesellschaft entgegenwirken und das bedeutet: Zerstörung der Freiheit und Ruin der Volkswirtschaft.
Es gibt für diese Zwangsläufigkeit keinen besseren symptomatischen Beleg als den Satz von Lord Keynes, mit dem er die durchaus selbst erkannten schädlichen Langfrist-Wirkungen seines Theorie- gebäudes vom Tisch wischen wollte: «In the long run we are all dead» (Auf lange Sicht sind wir alle tot). Dass wir alle sterben müssen, steht ausser Frage, aber diese Tatsache zur inneren Systematik des Denkens und Handelns zu machen, wie das bei grossen Teilen der Intellektuellen zutrifft, hat vielen hundert Millionen Menschen unsägliches Elend und den vorzeitigen und gewaltsamen Tod gebracht. Die Intellektuellen, deren Ideen hinter den grausigen Taten der Herrschaftskader stehen, haben also jene Opfer buchstäblich totgedacht.
Roland Baader