Nr. 13, 11. Juni 2004

Städte für Drogenliberalisierung
Wie Funktionäre ihre Defizite pflegen


Von seiten fast aller grösseren und grossen Städte werden die eidgenössischen
Parlamentarier derzeit reichlich mit Post eingedeckt: Die Legalisierung sogenannt weicher Drogen scheint das Hauptanliegen der durchwegs defizitgeplagten Städte zu sein. Kaum eine grosse, mittlere oder kleinere Stadt in der Schweiz, die derzeit die Parlamentarier nicht auffordert, den Cannabis-Konsum zu «legalisieren».

Allesamt ächzen sie, die Schweizer Städte, unter den sie fast erdrückenden Fürsorgelasten. Frau Monika Stocker, Chefin des schweizweit grössten Sozialhilfe-Departements, nämlich des zürcherischen, wird nicht müde, in allen Zeitungsspalten zu lamentieren, der Bedarf an Fürsorgezahlungen erreiche in der Stadt Zürich inzwischen eine volle Million - pro Tag, wohlverstanden!
All diesen Stadtverwaltungen scheint indessen gemeinsam, dass ihre Funktionäre alles unternehmen, diese Defizite zu verewigen. Weil die Funktionäre von diesen Defiziten leben. Allein aus diesem Zusammenhang lässt sich die Propaganda der Städte für die Drogenliberalisierung erklären.
Schliesslich ist jeder Süchtige - je länger seine Sucht anhält, desto intensiver - durch Sozialarbeiter «zu begleiten». Drogen-«Liberalisierung», Verewigung der Drogensucht - das sichert Hunderten, wenn nicht Tausenden von Suchtbegleit-Funktionären sichere, nicht allzu anstrengende Arbeitsplätze.
Die städtischen Briefe zur Legalisierung und damit Verewigung der Drogensucht stammen aus den städtischen Sozialamts-Bürokratien. Sie dienen allein dem Erhalt dieser städtischen Sozialamts-Bürokratien, die an der ewigen, aber auch ewig resultatlosen Begleitung aller Weich-Drögeler grösstes Interesse haben. Denn Tausende (sonst im Arbeitsprozess offenbar nicht verwendbare) Weich-Drögeler-Begleiter verdanken dieser Verewigung des Drogenproblems sehr angenehme, recht gut bezahlte und nicht allzu anforderungsreiche Posten. Und die daraus resultierenden Defizite können erst noch den Steuerzahlern überbunden werden.


Ulrich Schlüer