Spalte rechts

Der aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 27. Mai 2005

Grenzöffnungs-Ideologie erleidet Schiffbruch
Weggeschwemmt…

Atemberaubend, mit welch unnachsichtiger Konsequenz die im politischen Bankrott festgefahrene rot-grüne Regierung Deutschlands von erbitterten Wählern regelrecht aus Ämtern und Macht gefegt wird. Fast noch unglaublicher, was für Gründe hiesige, notorisch nach links schielende Medien anführen, um die knüppelharte Abstrafung der deutschen Linken durch die Wähler dem Publikum verständlich zu machen.

Wir lesen augenreibend im "Tages-Anzeiger" (23. Mai 2005, Seite 5): Die Visa-Affäre habe den Ausschlag gegeben! Dass Aussenminister Joschka Fischer, während Jahren als ehemaliger "Turnschuh-Chaot" geradezu pubertär angehimmelt, Millionen von Schengen-Visa wahllos verteilen liess, habe das Desaster bewirkt. Denn: "Die Vorwürfe, dass Rot-Grün die Einwanderung von Hunderttausenden von Schwarzarbeitern gefördert habe, erwies sich als Gift." Ein starker, mitten ins Schwarze treffender "Tages-Anzeiger"-Satz! Selbst wenn er ausspart, dass Fischers liederliche Vergabe von Schengen-Visa auch noch Hunderttausende von Kriminellen - und in deren Würgegriff Zehntausende von Zwangsprostituierten - nach Westeuropa geschwemmt hat. Der notorisch linke "Tages-Anzeiger" liefert die zutreffende Diagnose: Es ist die bald krankhafte Züge annehmende Grenzöffnungs-Ideologie der Linken und Grünen, die Deutschland ins Verderben führte. Und die jetzt den Aufstand der unendlich gebeutelten Wähler ausgelöst hat.

Dass sich die haargenau gleiche Grenzöffnungs-Ideologie auch in der Schweiz bereits bis tief ins ehemals bürgerliche Lager hineingefressen hat, dass genau diese "Öffnungs-Ideologie" auch die "Tages-Anzeiger"-Redaktion zur platten Propagandisten von Schengener Grenzöffnungs-Schalmeien werden liess, womit Massenarbeitslosigkeit, Gewaltkriminalität und Mafia-Import auch die Schweiz treffen werden - solch grotesken Widerspruch in der Berichterstattung scheint man in der "Tages-Anzeiger"-Redaktion noch nicht realisiert zu haben. Andernfalls hätte interne Zensur dem auf den Spuren der Wahrheit wandelnden Deutschland-Korrespondenten längst einen Maulkorb verpasst.

Wohl eher ungewollt liefert der "Tages-Anzeiger" mit seiner aktuellen Deutschland-Berichterstattung der Schweizer Leserschaft die Fakten, was unserem Lande blüht, sollte sich seine Stimmbürgerschaft am 5. Juni 2005 verspätet auch noch den Grenzöffnungs-Ideologen ergeben und Schengen zustimmen. Oder ob hiesigen Stimmbürgern die Augen auch erst dann aufgehen, wenn sie die Erfahrungen von Massenarbeitslosigkeit, Massenkriminalität, Zerrüttung der Sozialwerke am eigenen Leib erfahren haben - so wie sie die Deutschen am eigenen Leib erfahren mussten?

Ulrich Schlüer


**Weitere Kommentare**