Nr. 12, 17. Mai 2002
Mehr Asylbewerber in
der Schweiz
Zunahme um 17 Prozent
Im Jahr 2001 hat die Zahl der in der Schweiz gestellten Asylgesuche gegenüber dem Vorjahr um 17,2 Prozent auf 20'633 Gesuche zugenommen. 3425 Gesuchsteller stammten aus Kosovo oder Serbien, 1230 aus Bosnien-Herzegowina. Dies, obwohl diese Länder seit längerer Zeit befriedet und zumindest verfolgungssicher sind.
Im Zeitraum von 1994 bis 2001 wurden in der Schweiz pro 10'000 Einwohner 267 Asylgesuche gestellt. In Holland waren es 179, in Deutschland 98, in Grossbritannien 77 und in Frankreich 34. Italien erscheint nicht in dieser Statistik, weil Italien lediglich ein «Transit-Asylrecht» praktiziert: Nach 45 Tagen Aufenthalt hört dort jede staatliche Unterstützung auf. Damit wird jeder Asylbewerber indirekt aufgefordert, nach spätestens 45 Tagen eine bessere Bleibe als Italien gefunden zu haben. Die meisten landen in der Schweiz.
Diese Zahlen hat der Eglisauer SVP-Nationalrat Hans Fehr zusammengestellt. Er zieht daraus die einzig zutreffende Konsequenz: Die Schweiz ist für Asylbegehrende das in Europa weitaus attraktivste Land wegen der hier gebotenen Fürsorgeleistungen, Unterkunft, Verpflegung, Bewegungsfreiheit, ärzt- lichen Versorgung, Krankenkassenschutz, Arbeitsmöglichkeiten. Aber auch bezüglich seines ausge- klügelten Beschwerdewesens bietet die Schweiz die attraktivsten Bedingungen für Asylsuchende. Wer einmal in der Schweiz drin ist, wird kaum je wieder weggewiesen. Deshalb beherbergt kein Land auch nur annähernd so viele Asylsuchende wie die Schweiz.
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