Nr. 11, 18. April 2008

Giftmischer
Von Oskar Freysinger

Vom Duce bis zu Mengele
Von Mörgeli bis Blöcherle
Fliesst ständig Gülle auf uns runter,
doch diese Dusche hält uns munter,
Denn die geballte Schmiererei,
sie festigt unsere Partei,
sie gibt uns starke Trümpfe,
den anderen nur Schlümpfe,
die Gegner kriegen Löcher
und wir ganz viele Blöcher.

Als der im Bundesrate war,
da war er nur im Singular,
nun treibt er neuerdings Vermehrung
Zwecks maximaler Feindverheerung.
In Schwyz zeugte er vierzehn Kinder
Und in Sankt Gallen nicht viel minder,
Als Einzahl ging er selber unter,
als Vielzahl wird er wieder munter
und knabbert jetzt am rechten Zeh
der wehleidigen CVP.

Als Fremdkörper beim Bunde
Ging er früh vor die Hunde,
Es blieb ihm die Opposition,
nun zahlt er heim, den Judaslohn,
denn so ein GPK-Bericht
Der kümmert keinen Wähler nicht,
Die Wählerschaft vergibt den Preis
Ganz ungeniert, weil jeder weiss,
Die Frau Lucrezia Meier-Schatz,
die war schon immer für die Katz.
Drum musste sie jetzt bei den Wahlen
Für den gebauten Mist bezahlen,
Sie rutschte aus und lag, oh Schreck,
die Nase spitz, im eignen Dreck.

Und später, man wird es noch sehen
Wird’s anderen nicht besser gehen,
die fleissig mit gegiftet haben
Und lauten Jubel von sich gaben,
Es rächt sich früher oder später
Jeder Verrat an dem Verräter,
Denn Lügen schwinden mit der Zeit,
das Wahre dient der Ewigkeit.