Spalte rechts
Der
aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 20.
April 2007
Bankrott
der Achtundsechziger
Wieder wurde
eine minderjährige Schülerin Opfer einer Vergewaltigung. Wieder
sind die Täter Ausländer. Diesmal geschah es in Kloten. Schulpflege
und Schulfunktionäre überschlagen sich in Betroffenheits-Bekundungen:
Ausgerechnet Kloten, jammern sie, wo doch Kloten so viel getan habe für
Integration und Konflikt-Prävention in allen Schulklassen
Als ob nicht gerade auch diese unablässig wachsende, unablässig palavernde Konfliktbürokratie für die Gewaltspirale verantwortlich wäre. Durchtränkt mit Achtundsechziger-Ideologie haben genau diese Funktionärs-Netzwerke jahrelang jene Pädagogen, jene Eltern regelrecht heruntergemacht, die von Jugendlichen noch Leistung und Anstand verlangten. "Ewiggestrige" seien sie, sture Verfechter "repressiver Unterdrückungsmethoden".
So das bösartig-vernichtende Urteil der selbsternannten Bildungsfunktionäre. Die Diffamierten und Angegriffenen konnten von Glück reden, wenn sie nur als "überfordert" hingestellt wurden, die, wie die Achtundsechziger gebieterisch verlangten, endlich "Fachleuten", Gebildeten zu weichen hätten. Denn ungebildete Eltern seien unfähig, ihre Nachkommen antiautoritär zu "kritischen Bürgern" aufwachsen zu lassen. Forderungen, von Medienleuten unablässig gehätschelt, die auf Echo stiessen. Allzu vielen Eltern schien Entlastung von oft mühsamer Erziehungsverantwortung eigentlich ganz verlockend. Dass die "neue Erziehung" zunehmend zu Palaververanstaltungen im Rahmen immer grösser werdender Heere selbsterklärter "Bildungs-Spezialisten" verkam, die, statt zu erziehen, vor allem "die Gesellschaft" für alles und jedes beschuldigten, übersahen viele sich bequem entlastet fühlende Eltern fahrlässig.
Die Gewalt an den Schulen zeugt heute vom totalen Bankrott dieser Achtundsechziger-Ideologie. Weil konkrete Verantwortung für die Heranbildung der Jugend zu lebenstüchtigen und gesellschaftstauglichen Mitmenschen in allgemeiner Multi-Kulti-Beschwörung von Funktionären unterging, schlitterten allzu viele Jugendliche führungslos und unerzogen in eigentliche Faustrechts-Anarchie ab. Vergewaltigungen zeugen davon.
Ist Umkehr noch möglich?
Vor allem müssten die unablässig palavernden, alle Verantwortung
zerstörenden Jugendfunktionäre endlich entlassen werden. Ausnahmslos!
Den Eltern muss die vollumfängliche Verantwortung für Tun und Lassen
ihrer Nachkommen klargemacht werden. Gegebenenfalls mit Haftungsfolgen für
Vernachlässigung des Erziehungsauftrags. Ausländer, die sich um
Recht und Ordnung notorisch foutieren, sind aus der Schweiz wegzuweisen. Würden
nur diese Massnahmen sichtbar durchgesetzt, wäre schon viel erreicht.
Unterbleiben sie, dann dürfte unsere einst weltweit bewunderte Volksschule
dem Untergang geweiht sein.
Ulrich Schlüer