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Nr. 11, 4. Mai 2001
Genosse,
von deutschen Genossen über den Tisch gezogen
Der schwache Auftritt
Bundesrat Leuenbergers in Deutschland im Zusammenhang mit dem Luft-
verkehrs-Abkommen,
bei dem der Schweizer Verkehrsminister einen erschreckenden Mangel
an Verhandlungsgeschick an den Tag gelegt und in defätistischer Weise
klein beigegeben hat,
stellt einen weiteren Akt im Trauerspiel der bundesrätlichen Aussenpolitik
dar. Einmal mehr
glaubte ein Bundesrat, mangelndes Rückgrat bei der Wahrnehmung der Interessen
des Landes
durch Unterwürfigkeit und Liebedienerei wettmachen zu können.
Bei dem erbärmlichen
Handeln unserer Landesregierung angesichts von Erpressungsmanövern
ausländischer Organisationen, bei den kleinmütigen, von mangelndem Selbstbewusstsein
zeu-
genden Auftritten im Zusammenhang mit der Aushandlung der Bilateralen
Verträge und jetzt bei
der Zeichnung der «Kapitulationsurkunde der Schweizer Luftfahrt» (so das
Urteil von Leuenber-
gers Genosse Elmar Ledergerber) haben wir es mit Etappen einer fortschreitenden
bundesrätli-
chen Regierungs-Unfähigkeit zu tun. Der Bundesrat in der heutigen Zusammensetzung
vermag
die elementarsten Anforderungen, die mit der Erfüllung des aussenpolitischen
Auftrages verbun-
den sind, nicht mehr zu erfüllen.
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