Nr. 10, 7. Mai 2004
Die
AUNS zur EU-Osterweiterung
Wider das Geschwätz von der «isolierten» Schweiz
Mit grossem Brimborium wird in EU-Brüssel
und anderswo die EU-Osterweiterung zelebriert.
Auch die schönsten
Reden können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Integration
von zehn neuen Staaten mit grossenteils schlechten Volkswirtschaften und hoher
Arbeitslosigkeit für die EU gewaltige Probleme schafft, die mit der Grossräumigkeit
noch zunehmen werden. Auch die
angeblich gemeinsame Asylpolitik wird weitgehend Theorie bleiben, weil verschiedene
EU-Länder nur ihre Eigeninteressen vertreten. Im Zusammenhang mit der
Osterweiterung warnen schweizerische EU-Schwärmer und Heimatmüde
von Bundesbern bis in die Redaktionsstuben von Ringier vor der angeblichen
«Isolation» der Schweiz.
Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS) weist
dieses realitätsfremde, kleinmütige Geschwätz zurück.
Die AUNS stellt fest, dass unser Land zu fast allen Staaten der Welt gute
Beziehungen unterhält und ein Musterbeispiel an Weltoffenheit darstellt.
Die Schweiz ist trotz schwieriger natürlicher Voraussetzungen zur Erfolgsgeschichte
geworden, weil man sich bislang an den Leitsatz gehalten hat: «Ja zur
Weltoffenheit. Nein zur Einbindung in internationale Machtstrukturen».
Aufgrund dieser Tatsache wird die AUNS den Schengener Kolonialvertrag, der
uns wie die seinerzeitigen Kolonien heutigem und künftigem fremdem Recht
unterstellt, mit dem Referendum bekämpfen. Schengen ist der Vorhof zum
EU-Beitritt, weil wesentliche «Beitrittshürden» abgebaut
werden. Ebenso
bedeutet Schengen wegen der Abschaffung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen
«freie Fahrt für Kriminelle». Schengen ist zudem ein Angriff
auf unsere Schützentradition und auf das schweizerische Bankkundengeheimnis.
Ebenso behält sich die AUNS vor, die Ausweitung der Personenfreizügigkeit
auf die neuen EU-Staaten zu bekämpfen oder ein allfälliges Referendum
von
dritter Seite zu unterstützen. Die zwangsläufige Abwanderung von
Firmen in die Ostländer mit sehr tiefen Lohn- und Produktionskosten und
der Zuwanderungsdruck von Billigarbeitskräften hätten in der Schweiz
eine massive Arbeitslosigkeit, tiefere Löhne sowie Sozial- und Arbeitslosenkosten
in Milliardenhöhe zur Folge. Diese gravierenden Konsequenzen dürfen
unserem Land nicht zugemutet werden.
AUNS