Nr. 10, 19. April 2002

Seestreitkräfte aufgefahren
Neuer Golfkrieg?

Dass US-Präsident Bush den Erzfeind Irak an die erste Stelle in seiner «Achse des Bösen» gesetzt hat, ist bekannt.

Bekannt ist auch, dass Bush militärische Optionen gegen den Irak erarbeiten lässt. Auch US-Aussen- minister Powell hat unterstrichen, ein Militärschlag gegen den Irak gehöre durchaus zu den Möglich- keiten der USA ­ notfalls auch im Alleingang.

Der Irak rechnet fest mit einem amerikanischen Eingreifen. Das betonte kürzlich der irakische Vize- premier Tarik Asis in einem Interview. Zum Einmarsch im Irak wäre ein Grossaufgebot von Streitkräften erforderlich. Im Golf-Krieg waren ca. 500'000 Soldaten im Einsatz. Allerdings können die USA diesmal nicht unbedingt auf die Unterstützung ihrer Verbündeten bauen, weil die Europäer den amerikanischen Absichten kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Gegenwärtig haben die USA zuerst einmal beacht- liche Seestreitkräfte um die arabische Halbinsel zusammengezogen. Darunter befinden sich auch Einsatzgruppen der deutschen Marine.