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Der
aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 26.
März 2004
Jean
Ziegler und die Uno-Menschenrechts-Kommission
Venezuelas
Kandidat
Der Aktivismus im Departement
Calmy-Rey teuer, aber wirkungslos produziert immer wieder neue
Skurrilitäten: Gegenwärtig ist die Menschenrechts-Kommission der
Uno neu zu bestellen. Als Kandidat drängt sich auch der Genfer Sozialismus-Schwätzer
Jean Ziegler, derzeit Hunger-Sonderbotschafter von Uno-Generalsekretär
Kofi Annan, ins Rampenlicht.
Als ihren offiziellen Kandidaten will das EDA Jean Ziegler nicht portieren.
Aber Ziegler, versessen auf diesen Sitz, brachte es durch allerlei Ränke
fertig, dass er von Venezuela als Kandidat portiert wird. Der Schweiz wurde
dies offiziell kundgetan. Während das diplomatische Korps im EDA von
diesem
schillernden Quereinsteiger ausgesprochen wenig erbaut ist, lässt die
Departementschefin Motto: Linke Genferin hilft linkem Genfer die
Uno wissen, die Schweiz schätze sich «glücklich» ob
der venezolanischen Kandidatur Jean Ziegler.
Man geht zu Bern immerhin davon aus, dass Ziegler der Gruppe südamerikanischer
Kandidaten zugeteilt werde, womit er gegen Südamerikaner, nicht aber
gegen Kandidaten der westlichen Gruppe (Europa und Amerika) als Kampfkandidat
anzutreten hat.
Was immer man von diesen skurrilen Winkelzügen in den Gängen des
Uno-Glaspalastes halten mag, so steht für uns Schweizer eines fest: Für
die bisher doch einige Reputation geniessende Uno-Menschenrechts-Kommission
kandidiert ein unverbesserlicher linker Schwadronierer, der gebürtiger
Schweizer hierzulande vor nicht allzu langer Zeit ein grosses Eisenbahnunglück
schlicht erfunden (beziehungsweise erstunken und erlogen) hat mit dem einzigen
Ziel, der Schweiz schnöde Waffen-Komplizenschaft mit den Nazis unterzuschieben.
Und der, der solches böswillig erlogen hat, soll
nun also in der Uno-Menschenrechts-Kommission als Schweizer, wenn auch von
Venezuela vorgeschlagen, Einsitz nehmen. Lügenhafter Politiker, als Schweizer
Kandidat eines mehr als nur zweifelhaften Regimes und diese widerwärtige
Sauce wird ausdrücklich abgesegnet von Bundesrätin Calmy-Rey! Ein
skrupelloser Verunglimpfer des eigenen Landes macht damit unter dem Titel
«Menschenrechte» Uno-Karriere. Die Schweiz und die Schweizer haben
das miese Spiel ohnmächtig über sich ergehen zu lassen.
Ulrich Schlüer