Nr. 7, 16. März 2001

Deutsche Rüstungsexporte boomen
Pazifisten als Waffenhändler

Einst gaben sie sich als überzeugte Pazifisten, die Herren Schröder, Fischer, Scharping, Trittin usw. Als die Nato noch die Rolle des Schutzschildes von ganz Westeuropa gegenüber dem hochgerüsteten Warschauer Pakt wahrnahm, fand man sie bei fast jeder Kundgebung, die die Rüstungspolitik des freien Westens verteufelte. Und sie griffen in ihren Demonstrationen zuweilen zu Methoden, die, wie man heute weiss, nicht gar so friedlich anmuteten. Jetzt sind diese Herren an der Macht. Und gefallen sich offensichtlich in der Rolle der Kriegführenden bestens. Niemand verteidigt fragwürdiges Nato-Vorgehen in Kosovo sturer als Scharping.

Interessant, wie sich Deutschlands Rüstungsexporte unter der rot-grünen Regierung entwickeln. 1992, als Kohls CDU-Regierung auf dem Höhepunkt war, exportierte Deutschland für 2,64 Milliarden D-Mark Rüstungsgüter. 1996, in der Endphase Kohls, wurden noch für 1,01 Milliarden D-Mark Rüstungsgüter exportiert. Neues Wachstum setzte ein, als die rot-grüne Regierung an die Macht kam: 1999 wurde mit 2,84 Milliarden D-Mark ein eigentlicher Rekord erzielt.

Den Ex-Pazifisten liegt offensichtlich die ihnen von Bill Clinton vorgegebene Rolle, der sich bekanntlich ebenfalls vom Kriegsdienstverweigerer zur Zeit des Vietnamkriegs zum völkerrechtsmissachtenden Feldherrn im Kosovo gemausert hat.

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