Nr. 6, 19. März 2010
Zum 85. Geburtstag von Christa Meves
Vorbild und Mahnerin
Von Franziskus Graber, Sulgen
Christa Meves feierte am 4. März ihren 85. Geburtstag. Dennoch ist die bekannte Deutsche kein bisschen leiser getreten. Sie bleibt hoffentlich noch lange die bedeutende Mahnerin und Vorbild im Kampf für ein sinnerfülltes Leben – zum Wohle des Einzelnen, der Gesellschaft, der Umwelt und der Schöpfung.
Psychologin, Psychotherapeutin und Schriftstellerin: Christa Meves ist in vielen Bereichen aktiv. Sie betrachtet ihr Leben und die ihr von Gott geschenkten Talente als Auftrag zum Dienen. In all ihrem Schaffen spürt man eine tiefe Liebe zu den Menschen und ein Sehnen nach mehr Erfüllung, mehr Sinn und mehr Erkenntnis des Lebens für alle Mitmenschen. Leben ist nicht Selbstzweck, sondern hat seinen Sinn eingebettet in die Schöpfung Gottes, lautet ihr Credo.
Christa Meves hat eine grosse Karriere hinter sich. Über hundert kleinere und grössere Bücher hat sie publiziert, die in dreizehn Sprachen übersetzt eine Gesamtauflage von mehr als sechs Millionen erreichten. In vielen bedeutsamen Ämtern hat sie gedient, unzählige Vorträge gehalten und stets ihre durch das Leben erhärtete Überzeugung vertreten, ob gelegen oder ungelegen. 16 öffentliche Auszeichnungen kamen ihr als Anerkennung ihres Wirkens zu, darunter der Konrad-Adenauer-Preis, das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, der Preis für wissenschaftliche Publizistik sowie der Deutsche Schulbuchpreis.
Aufklärung des Volkes
Über Jahrzehnte führte sie als Psychotherapeutin eine erfolgreiche Praxis und lernte so die tatsächlichen Nöte vieler Menschen kennen. Aus dem Leiden der Seelen heraus erkannte sie die Notwendigkeit der Aufklärung des Volkes und sah wie die Massen von den Meinungsmachern in Politik und Gesellschaft irregeführt mit dem Strom abwärts schwammen. Nebst Haushalt und Kindern strebte sie nie nach Ansehen: Ihr Wirken entfaltete sich aus dem Mitgefühl, aus der Verantwortung gegenüber der jetzigen und kommender Generationen. Wer mit so grosser Kraft und so viel Charisma die Dinge beim Namen nennt, ruft auch die Gegner auf den Plan. Da kann man nur sagen: Viel Feind, viel Ehr!
Kampf gegen Abtreibung
Christa Meves ist Mitglied der neu gegründeten AUF-Partei (Arbeit, Umwelt, Familie). Ihre Grussbotschaft an die Partei sollte auch unseren Parteien Grundlage sein: «Wir brauchen eine neue Partei, die es den Bürgern dieser Republik möglich macht, wieder Mut zu fassen und die verdrängte Wahrheit auf so vielen Gebieten unseres Lebens nicht länger zu vergraben. Es ist nicht auf Erfolg zu hoffen, wenn Abtreibung praktisch erlaubt wird, weil von den Krankenkassen bezahlt; denn dadurch fehlen uns jetzt bereits acht Millionen arbeitsfähige Menschen, die den Alten die Renten erarbeiten. Es ist nicht auf Erfolg zu hoffen, wenn der wichtigste aller Berufe, die Mutterschaft weiter so ins Abseits gestellt wird und Mütter in der unvernünftigsten Weise benachteiligt, ja diskriminiert werden. Die AUF-Partei wird der Familie, als der unaufgebbaren Keimzelle der Gesellschaft, wieder zu ihrem Recht, der notwendigen Unterstützung und Anerkennung verhelfen. Es ist nicht auf Erfolg zu hoffen, wenn man die Kinder bereits im Säuglingsalter der familiären Liebe und des familiären Nestes beraubt. Die AUF-Partei wird dafür sorgen, dass praktiziertes Christentum wieder zur ethischen Grundlage unserer Gesellschaft wird; denn die Geschichte hat gelehrt, entsittlichte, sexualisierte Gesellschaft ohne Gott bewirkt ihren Ruin und ihren Untergang. Es ist nicht auf Erfolg zu hoffen, wenn man die Kinder einem verwirrenden Schulchaos ohne ethische und pädagogische Linie aussetzt.
So bleibt mir, Christa Meves für ihr unerschöpfliches Wirken zu danken. Möge sie uns nicht nur weiterhin ermahnen, sondern leuchtendes Vorbild sein.
Franziskus Graber, Sulgen