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Der
aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 23.
Februar 2007
EU-Attacke auf die
Steuerhoheit der Schweiz
Brüssels Hyänen
Brüssels
Bürokraten, die sich jeder parlamentarisch-demokratischen Kontrolle längst
zu entziehen wussten, haben die Wirtschaftslokomotiven Europas zugrunde gerichtet.
Mit kostentreibender Gleichmacher-Regulierungswut und unbändigem Abgabenhunger
haben sie Europa regelrecht ausgeschlachtet.
Deutschland, jahrzehntelang Europas Zugpferd, vermeldet zwar Hochkonjunktur. Seine Arbeitslosenzahl verharrt trotzdem bei rund vier Millionen - weitere Millionen stecken in unproduktiven, die Staatskasse leerenden "Überbrückungsmassnahmen". Deutschlands Konzerne weisen zwar Gewinne aus. Diese werden allerdings im Osten, vor allem in Fernost erarbeitet. Deutschlands Produktionsstätten veröden. Weil Wertschöpfung im heutigen Deutschland - unter dem Joch Brüssels zum Hochsteuer-Land gezwungen - nicht mehr stattfindet. Die leistungswillige Jugend wandert aus. Am liebsten in die Schweiz. Und Österreich, vom SP-Hotelier aus Brig noch immer als "positive Alternative" zur EU-fernen Schweiz hochgejubelt, meldet die höchste Arbeitslosigkeit seit dem Zweiten Weltkrieg - trotz angeblicher Hochkonjunktur.
Die unersättliche Gleichmacher-Bürokratie zu Brüssel hat die Wertschöpfung im einst blühenden Westeuropa abgewürgt. Darum suchen Brüssels Hyänen neue Opfer. Die Schweiz, Haupteinwanderungsland leistungswilliger Deutscher, steht zuoberst auf der Liste auszubeutender Opfer. Vierzig Milliarden, haben die Hyänen ausgerechnet, könnte man aus der Schweiz noch herausholen. Flugs erklären sie einen vor 35 Jahren vereinbarten Freihandelsvertrag zum Steuerabkommen. Und schon eröffnen sie den Krieg. Wie Wegelagerer
Erinnern Sie sich? Da hat uns die EU im Rahmen der Bilateralen doch einen ganz besonderen Vertrag aufgenötigt, der Brüssels Bürokraten äusserst wichtig war. Brüsseler Funktionäre bedingten sich per Staatsvertrag völlige Steuerbefreiung aus, falls sie nach ihrer Pensionierung die Schweiz als Wohnsitz wählen würden. Diese Vereinbarung galt bei Vertragsabschluss für genau 149 ehemalige Brüsseler Beamte. Seither dürften im Schlepptau leistungswilliger Deutscher weitere Ex-Hyänen hier ihr steuerfreies Paradies gefunden haben. Sie, die sie als aktive Bürokraten Krieg führen gegen die Schweiz wegen hier angeblich zu geringer Besteuerung, bedingen sich als Hyänen aus, selbst im Niedrigsteuer-Land Schweiz steuerfrei leben zu dürfen.
Deutlicher könnte
Brüssel nicht beweisen, dass es unter der Herrschaft der Hyänen
nicht nur wirtschaftlich, sondern auch moralisch am Boden angelangt ist.
Ulrich Schlüer