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Der aktuelle Frontseitenkommentar von Chefredaktor Ulrich Schlüer vom 1. Februar 2008

Droht neue Flüchtlings-Welle?
Schlendrian-Kartell


Eben erst ist es Berns Intrigen-Koalition gelungen, Christoph Blocher aus dem Bundesrat zu verdrängen - und schon droht der Schweiz eine neue "Flüchtlings-Welle vom Balkan". Der SonntagsBlick verkündet's - Zustimmung von Kantonsregierungen behauptend. Kosovaren kämen: Weil der Kosovo sich anschicke, einseitig seine Unabhängigkeit auszurufen.

Kosovo? Stehen dort nicht die Swisscoys, deren Millionen verschlingender, seit Jahren sich resultatlos hinziehender militärischer Einsatz den Schweizer Steuerzahlern doch stets "verkauft" wurde als "erste Linie" gegen denkbare weitere Flüchtlingsströme? Wurde den Swisscoys, wenn sie solchen Auftrag möglicherweise erstmals tatsächlich zu erfüllen hätten, vorsorglicherweise bereits Nichtstun verordnet? Weil ihnen die Chefs zu Bern die Ernstfall-Tauglichkeit gar nicht zutrauen?

Oder kapituliert Bern, wie früher schon, zum voraus vor den Schleppern, die - an jedem erfolgreich in die Schweiz geschleusten Illegalen bis zu 75'000 Franken verdienend - die Bahn in unser Land wieder frei wähnen, seit Christoph Blocher, dem als Einzigem die Unterbindung des zuvor notorischen Asylmissbrauchs gelungen ist, aus seinem Amt verdrängt wurde? Setzen die Schlepper wieder auf das alte Schlendrian-Kartell, dessen Untätigkeit ihnen in der Vor-Blocher-Zeit jährlich Millionengewinne gesichert hat?

Den überragenden, von siebzig Prozent der Stimmbürger herbeigeführten Sieg in der Asylgesetz-Abstimmung vom Herbst 2006 hat die Schweiz vor allem Christoph Blocher zu verdanken. Ihm gelang damit die Unterbindung des zuvor jährlich zehntausendfachen Asylmissbrauchs. Die Bevölkerung atmete auf - übersah dabei aber, wie erbittert Blocher bekämpft wurde von der geschlossenen Front der Asylindustrie-Funktionäre mit all ihren Ablegern in den Medien. Selbst getürkte "Härtefälle" haben diese konstruiert, um - zum Glück vergeblich - Blocher in die Schmuddel-Ecke der herzlosen Unmenschen abdrängen zu können. Sie ruhten nach ihrer Abstimmungs-Niederlage nicht, bis sie Blocher weghatten. Wollen diese Funktionäre, gedeckt vom alt-neuen Schlendrian-Kartell zu Bern, Blochers und des Schweizervolks Sieg gegen den Asylmissbrauch doch um jeden Preis in sein Gegenteil verkehren.

Die Schweizer Bevölkerung, die Schweizer Steuerzahler scheinen die Zeche, die Berns Intrigenverbund mit der Abwahl Blochers bewirkt hat, viel rascher präsentiert zu bekommen, als irgend jemand je vorausgeahnt hätte.

Ulrich Schlüer

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