Nr. 3, 2. Februar 2001

WEF-Gegner in Zivilschutzanlagen
Stadt Zürich beherbergte Polit-Chaoten

Die gewalttätigen Gegner des World Economic Forum (WEF), die am 27. Januar 2001 in Zürich ganze Stadtzüge in Schutt und Asche legten und der Stadt die schlimmsten Ausschreitungen seit Jahren bescherten, hatten es nach getanem «Werk» nicht weit: Sie konnten sich in zwei Zivilschutzanlagen zur Ruhe legen, die ihnen die Zürcher Verwaltung zur Verfügung gestellt hatte.

Für die Zeit vom 26. bis 29. Januar 2001 überliess die Stadt Zürich dem als Gegner des WEF bekannten Politaktivisten Alessandro Pelizzari und seinen Gesinnungsgenossen zwei Zivilschutzanla- gen mit je 150 Plätzen. Pelizzari hatte im Vorfeld der WEF-Tagung unter anderem in einem alternativen Lokal-Radio Hetztiraden gegen das WEF verbreitet und zu lautstarken Protesten aufgerufen. Dem Vernehmen nach haben «Gäste» der Zivilschutzanlagen an der unbewilligten Kundgebung in Zürich teilgenommen, bei der es zu massiven Ausschreitungen kam.

Die Vereinigung «sifa - Sicherheit für alle» bezeichnet es in einem Mediencommuniqué als skandalös, wenn die Stadt Zürich auswärtigen Chaoten, deren Gewaltbereitschaft bekannt ist, Zivilschutzunter- künfte zur Verfügung stellt. «Dass die linke Stadtregierung von Zürich gewalttätige Polit-Chaoten pfleglich behandelt, indem sie die Polizei anweist, selbst bei wüstesten Ausschreitungen tatenlos zuzusehen, ist hinlänglich bekannt. Es bedeutet aber eine neue Dimension, wenn die Stadt Zürich auswärtigen Krawalltouristen nun auch noch Unterkunft gewährt.»

Das sifa-Mitglied Mauro Tuena, Mitglied des Zürcher Stadtparlaments, hat am 31. Januar eine Dringliche Interpellation eingereicht. Mit dem Vorstoss wird umfassende Auskunft darüber verlangt, wie es dazu kommen konnte, dass die Stadt Zürich militanten Politaktivisten Unterkunft gewährt hat.

S.